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Skyclad - Irrational Anthems




Release Info: 1996 - Massacre - Full Length
Band Info: England - 1990 - Heavy Metal
Bewertung: 7


Songs:

1. Inequality Street
2. The Wrong Song
3. Snake Charming
4. Penny Dreadful
5. The Sinful Ensemble
6. My Mother In Darkness
7. The Spiral Starecase
8. No Desposit, No Return
9. Sabre Dance
10. I Dubious
11. Science Never Sleeps
12. History Lessens
13. Quantity Time

Immer wieder leuchten meine Augen freudestrahlend, wenn Bands - trotz der in ihren Lyrics verarbeiteten harten Themen - jede Menge positive Melodien spendieren und vor Lebensfreude nur so sprühen, statt zu schluchzen, dumpf zu trümmern oder zum verbalen Darmscharmützel zu blasen. Mit an vorderster Front der mitreißenden Frohsinn-Combos stehen SKYCLAD, die mit 'Irrational Anthems' haargenau jenen Weg weiter beschreiten, den ich mir von den sympathischen Engländern erhofft hatte: Sie tragen ihren Vorlieben so konsequent Rechnung, daß sie mehr denn je folkloristische Elemente in ihr Konzept einbauen - ohne auch nur einen Deut an Heaviness zu verlieren. Harte Klampfen ergänzen sich mit superben Akustikläufen. Die Fiddle, meisterlich gestrichen und gezupft von Georgina, wurde deutlich 'auf gleiche Höhe' gestellt und erhält nun die Funktion, die sie schon lange haben müßte: ein gleichwertiges Instrument neben Klampfen, Baß und Drums. Früher war es so, daß die liebenswerten Waldschrate pro Scheibe einen herausragenden Gassenhauer hatten. Auf 'Irrational Anthems' läßt die Truppe gleich viermal jedermann austicken. 'Inequality Street', 'The Wrong Song', 'Penny Dreadful' und 'History Lessons' reihen sich ein in die beliebte und durchtanzte Knallergalerie 'Spinning Jenny', 'Emerald' und 'Art Nazi'. Auch alle anderen der insgesamt 13 Stücke (52 Minuten) bestechen durch außergewöhnliche Qualität. Sei es 'The Sinful Ensemble', ein nackenbrechender, fast thrashiger Song mit gelungenem Keyboard- und Fiddle-Miteinander, oder 'The Spiral Starecase' mit seinen verblüffenden filigranen, keltischen Klangbildern - SKYCLAD anno 1996 haben keine Schwachstelle. Mit 'Science Never Sleeps' wagt man sogar den Sprung in progressive Bombast-Sphären. Und da bei so viel Freude ein Coverstück nicht fehlen darf, vergriffen sich die Folkmetaller am guten alten Säbeltanz. Ich hüpfe wie der springende Erdbeeerfresser, aber die Höchstnote möchte ich aus einem Grund nicht geben: Ich glaube einfach, daß diese grandiose Band ihren kreativen Zenit noch nicht erreicht hat... (ROCK HARD 9,5 / 10)






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