Release Info: 1994 - Steamhammer- Full Length
Band Info: Deutschland - 1981 - Thrash Metal
Bewertung: 7,5
Bewertung: 7,5
1. Get What You Deserve
2. Jabba The Hut
3. Jesus Screamer
4. Delight In Slaying
5. Die Stumme Ursel
6. Freaks Of Nature
7. Eat Me
8. Unbury The Hatchet
9. Into Perdition
10. Sodomized
11. Fellows In Misery
12. Tribute To Moby Dick
13. Silence Is Consent
14. Erwachet
15. Gomorrah
16. Angel Dust
"Back to the roots" nennt man sowas wie diese Schibe wohl. Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, als SODOM mit Alben wie "Persecution Mania" oder "Agent Orange" die Herzen der Fans im Sturm eroberten, von der Presse und den meisten anderen Musikern jedoch nur belächelt wurden? Auf den beiden Nachfolgescheiben "Better Off Dead" und "Tapping The Vein" sind Tom Angelripper & Co. dann deutlich musikalischer geworden, doch mit dem neuen Album "Get What You Deserve" scheinen diese Zeiten wieder vorbei zu sein. Ab sofort dominiert wieder das volle Brett, überflüssige spielerische Schnörkel werden unter den Teppich gekehrt. So bekommt der Fan also auf der neuen CD überwiegend hyperschnelle, brutale Drei-Minuten-Thrash-Granaten geboten, die von der Zusammensetzung her aufs Nötigste reduziert wurden. Keine langweiligen Gitarrensoli (oder zumindest nur ganz wenige), keine "atmosphärischen" Zwischenparts, einfach nur geballte Power. Wobei auffällt, daß manche Gitarrenläufe von der Simplizität her mehr mit Hardcore als mit Metal zu tun haben - aber dies nur am Rande. SODOM haben eine gute Mischung aus Knüppel-Songs und eingängigen Rock'n'Roll-Nummern wie 'Die stumme Ursel' (ein Song über 'ne Gummipuppe) oder 'Eat Me' (dessen Riff mächtig an Motörheads 'Deaf Forever' erinnert) abgeliefert und halten mit dem Instrumental 'Moby Dick', bei dem Walgesänge im Hintergrund zu hören sind, sogar eine Überraschung parat. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings der Sound, da die Jungs im eigentlichen Sinne des Wortes die Platte live eingespielt haben, d.h. die Gitarren nicht gedoppelt wurden, sondern tatsächlich nur drei Instrumente zu hören sind. Klingt rough und pur, ist aber nicht jedermanns Ding. Dennoch: SODOM sind wieder auf dem richtigen Weg, denn "Get What You Deserve" bietet genau das, was die Jungs am besten können. Und wenn Kühnemund meint, daß diese CD so hart wie die erste Venom-Scheibe ist, dann muß man das als Lob verstehen. So gesehen sind 8,5 Punkte das Minimum. (ROCK HARD 8,5 / 10)


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