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Status Quo - Just Supposin'




Release Info: 1980 - Mercury - Full Length
Band Info: England - 1967 - Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. What You're Proposing
2. Run To Mummy
3. Don't Drive My Car
4. Lies
5. Over The Edge
6. The Wild Ones
7. Name Of The Game
8. Coming And Going
9. Rock 'n' Roll

Was soll man darauf sagen? 'On the level' und 'Quo' sind spitze, 'In the Army now' und 'Ain't Complaining' seichter Bullshit. Für alle, die es noch nicht wissen - bitte mitschreiben und merken: Nach der unverhandelbar grandiosen rockigen Phase (bis 1976, dem Album 'Blue for you' und dem grandiosen Live-Doppelalbum) kam ein Bruch und ein großer kommerzieller Erfolg mit den zwei erst-Pop-dann-Disco-Boogie-Platten mit Bläsern und weiblichem Backgroundgesang (1977 'Rockin' all over the world', 1978 'If you can't stand the heat') mit astreinen Rockern, einigen Hitsingles und reichlich Füllmaterial. Trotzdem gingen die beiden Platten (insbesondere 'Rockin' all over...' wegen seinem Top-Material und dem klaren, warmen Sound schwedischer Studiokunst) in Ordnung. Dann, 1979, erschien mit 'Whatever you want' das beste Werk von Status Quo in der gesamten 2. Hälfte der 70er. Ein knochentrockenes Album ohne einem einzigen Ausfall - ein Quo-Juwel! Auch der Nachfolger '...just supposin...' (1980) kann das hohe Level fast mühelos halten. Quo zeigen sich hier filigraner und verspielter als auf 'Whatever you want, aber mit der gleichen wiedergewonnenen Spielfreude und unglaublich nach vorne treibend. Auf dem darauf folgenden 1981er Album 'Never too late' überraschen Quo mit einer seltsam unhomogenen Mixtur aus deutlich im Blues- und Rock 'n Roll-Sumpf stehenden Rockern, zwei ordentlichen Coverversionen und den Anschein einer gewissen Richtungslosigkeit atmenden Standards, die nicht mehr so recht ins Herz gehen wollen wie auf den beiden Vorgänger-Alben. Alles in allem trotzdem ein kerniges Album, aber leider das letzte erwähnenswerte für viele Jahre. Der Rest ist bekannt. John Coghlan schmeißt das Handtuch, mit '1982' erscheint ein unterdurchschnittliches Album, der Nachfolger 'Back to back' (1983) enttäuscht genauso, bis es auch Alan Lancaster nicht mehr hält. Alles, was ab jetzt erscheinen sollte, hat den einst großen Namen Status Quo nicht mehr verdient. Alberner, seichter Boogie-Pop ohne Eier und ohne Richtung, und von dem Spirit dieser früher so grandiosen Band ist auf ihren Studioalben nullkommanix mehr zu erahnen. Es brauchte fast zehn Jahre der üblen, biederen Pop-Suppe, bis man zur Besinnung kam. Mit 'Heavy Traffic' (2002) klangen Quo plötzlich wie wiedergeboren und hauten Track für Track richtig gutes Material raus. Doch mich und mein Herz hat es nicht mehr recht erreicht - mir schien, ich konnte meinen früheren Helden den Schrott nach 1981 nicht mehr verzeihen. Aber trotzdem zolle ich Quo für 'Heavy Traffic' höchste Anerkennung. Danach habe ich die Band ziemlich aus den Augen verloren. Mit 'The Party ain't over yet' sollen sie 2005 noch mal ein recht ordentliches Teil herausgebracht haben, aber dazwischen und danach war wohl auch wieder verzichtbarer Kram zu hören. Alles in allem: Status Quo waren ein fester Bestandteil meiner Jugend und haben einen festen Platz in meiner musikalischen Vita, und ich danke ihnen für Hymnen für die Ewigkeit! Rest in Peace, Rick. (AMAZON)





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