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Status Quo - Piledriver


Release Info: 1972 - Vertigo - Full Length
Band Info: England - 1967 - Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. Don't Waste My Time
2. O Baby
3. A Year
4. Unspoken Words
5. Big Fat Mama
6. Paper Plane
7. All The Reasons
8. Roadhouse Blues

"I didn't know what a piledriver was, and truthfully I still don't", sagt Rick Parfitt im Booklet der Deluxe Edition von "Piledriver". Das Wörterbuch sagt mir: "piledriver" = "Pfahlramme". Aber eigentlich spielt das auch keine Rolle. Viel wichtiger ist, was sich hinter "Piledriver" verbirgt, und speziell hinter dieser neuen Deluxe Edition. Was kann man dazu sagen? Na endlich, könnte man sagen. Endlich gibt es ein wirklich gutes Remaster eines Status-Quo-Meilensteins der "Frantic Four"-Periode. Soviel gleich vorweg: Diese Deluxe Edition steckt ihr 2005-Remaster-Pendant locker in die Tasche. Aber dazu später mehr. "Piledriver" (1972) gilt im dreißig Alben umfassenden Werk von Status Quo als karriere-entscheidendes Album, als endgültige Emanzipation der Band Status Quo von ihren frühen Psychedelic-Pop-Hits. Dabei war es nicht das erste Album im neuen Boogie-Stil (das war "Ma Kelly's Greasy Spoon"). Es war auch nicht das erste Album in der "Frantic Four"-Besetzung (das war "Dog of Two Head"). Es war aber das erste für Vertigo Records, ein Label, das entschieden "hipper" war als Pye Records. Pye waren eine Single-orientierte Plattenfirma. Bei Vertigo verstand man die Zeichen der Zeit: Status Quo verstanden sich von nun an als Album-Band, pro Album sollte es nur noch eine Single geben. Diese Single war das kurze, fast schon prä-punkige "Paper Plane", das auch prompt in die britischen Top 10 schoss - das war Status Quo zuletzt 1968 mit "Ice in the Sun" gelungen. Das Album erhöhte zwar den Härtegrad von Status Quo, doch es war insgesamt weniger hart (oder heavy) und auch weniger konsequent als seine vier Nachfolger ("Hello" bis "Blue for You"). Diese größere Stilvielfalt war eindeutig noch ein Überbleibsel der vorherigen Alben; oder anders ausgedrückt: Status Quo hatten noch keinen großen Erfolg mit ihrem Stil erzielt, sodass sie eben diesen Stil noch nicht so durchgängig einsetzten wie auf den Nachfolgern. Neben "Paper Plane" sind nur "Don't Waste My Time", "O Baby", "Big Fat Mama" und die Doors-Übernahme "Roadhouse Blues" Heavy-Rocker, und außer "Don't Waste My Time" haben diese Songs auch alle Haken und Ösen, die Status Quos Affinität zur progressiven Musik andeuten. "A Year" ist eine eindrucksvolle, berührende Powerballade, die mich stilistisch an Stücke von Led Zeppelin ("Babe I'm Gonna Leave You"; "Stairway to Heaven") oder Aerosmith ("Dream On") erinnert. "Unspoken Words" ist ein zarter Blues britischer Machart. "All the Reasons" ist ebenfalls eine eher sanfte Nummer. Aber natürlich sind es die lauten Stücke, die Status Quo zur Marke machen sollten. "Piledriver" markiert eben diesen Übergang.(AMAZON)





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