1. Deep Unknown
2. Falling Star
3. King Of Nothing
4. Blind
5. Winter Skies
6. Forever Is Today
7. Higher We Go
8. Somehow Precious
9. Emancipation Suite Part I: Dusk
10. Emancipation Suite Part II: Dawn
11. When Mountains Fall
Anstatt direkt den sicheren Weg zu wählen, zurück zu den ekstatischen Erfolgshymnen der „Visions"-Phase, knüpft „Polaris" zunächst dort an, wo STRATOVARIUS vor dem Seifenopern-Ausstieg von Gitarrist Timo Tolkki aufgehört haben. Der Opener ´Deep Unknown´ ist ein starker, positiver, aber ziemlich trockener Uptempo-Song, dessen prinzipiell eingängiger Refrain in der Mitte von einem leicht sperrigen Break durchbrochen wird. Es folgen mit ´Falling Star´ und ´King Of Nothing´ zwei Midtempo-Stücke, das eine beschwingt, das andere etwas düsterer, bevor die Finnen mit dem hervorragenden ´Blind´ dann doch eine dieser großen, jubilierenden Hymne alter Schule zaubern. Von denen gibt es noch zwei weitere, nämlich ´Forever Is Today´ und ´Higher We Go´. In diesen Momenten macht „Polaris" am meisten Spaß: wenn STRATOVARIUS in die Vollen gehen, wenn die Doublebass donnert, die Gitarren krachen und Timo Kotipeltos Stimme, getragen von mächtigen Keyboard-Teppichen, höchste Höhen erklimmt. In diesen Momenten zeigen die Finnen, dass sie auch ohne Tolkki alles können und Gitarrist Matias Kupiainen ein absolut gleichwertiger Ersatz ist. Entsprechend ist der Tiefpunkt dieses Albums der dunkle, lahme und mangels zwingender Melodien komplett belanglose Zweiteiler ´Emancipation Suite´. Der ist aber auch schon der einzige Ausfall eines Albums, das nicht die Klasse von Meisterwerken wie „Fourth Dimension" oder „Episode" hat, aber immerhin nah dran ist und Lust auf die Zukunft dieser Band macht.(ROCK HARD 8 / 10)


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