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Subway To Sally - Bannkreis



Release Info: 1997 - BMG - Full Length
Band Info: Deutschland - 1990 - Deutschrock
Bewertung: 7  


Songs:

1. Alle, Psallite Cum Luya
2. Mephisto
3. Unterm Galgen
4. Ein Baum
5. Das Rätsel
6. Kruzifix
7. Sanctus
8. Zu Spät
9. Liebeszauber
10. Element Des Verbrechens
11. Schlaflied
12. Syrah

Mit ihren drei bisher veröffentlichten Langrillen ("Album '94", "MCMXCV" und "Foppt den Dämon") ist der siebenköpfigen Potsdamer Kapelle noch nicht der ganz große Wurf gelungen, auch wenn sich der letzte Longplayer schon gut verkaufte. Die ständig wachsende Popularität verdanken die SUBWAYs vor allem ihren weit über 300 Konzerten, die ihnen den Ruf einbrachten, einer der besten deutschen Live-Acts zu sein. Doch nun wollen es Band und Label wissen und möglichst die Charts stürmen. Damit bei den Aufnahmen nicht wie beim Vorgänger einiges schiefgeht (der Sound war teilweise recht unausgewogen), holte man sich mit Ekki Strauhs und Roland Prent Knöpfchendreher ins Studio, die wissen, wie eine druckvolle, Metal-orientierte Produktion klingen muß. Andererseits gingen die Musiker bei den Kompositionen kein Risiko ein, sondern beschränkten sich meist auf die erprobten Strukturen ihrer alten Hits. Wer das Material der Vorgängerscheiben kennt, wird trotz neuer Nuancen und Finessen beispielsweise bei 'Unterm Galgen' Zitate aus der 'Hexe' wiederfinden oder bei 'Ein Baum' Parallelen zum 'Abgesang' feststellen. Um den mittelalterlichen Charakter des Materials, mit dem die Musiker schon seit ihrer zweiten Platte liebäugeln, noch konsequenter zum Tragen zu bringen, wurde neben Schalmei und Fiedel mit der Drehleier ein weiteres typisches Instrument längst vergangener Spielmannszeiten in einige Stücke integriert. Leider geht das außergewöhnliche Feeling, das durch das Rock-untypische Instrumentarium und die erneut genialen Lyrics erzeugt wird, oft durch die spielerisch perfekte, aber zu vordergründige Gitarrenarbeit von Ingo Hampf wieder verloren. Unterm Strich muß man sagen, daß "Bannkreis" ein solides STS-Album ist, das trotz der besseren Produktion und guten Arrangements nicht an die Klasse des Vorgängers heranreicht, da zum einen - sieht man von 'Das Rätsel' und 'Sanctus', den für mich besten Songs, mal ab - so geniale Nummern wie 'Grabrede' oder 'Der Sturm' fehlen und der Scheibe außerdem zum Ende hin die Puste ausgeht.(ROCK HARD 8 / 10)





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