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Testament - The Ritual




Release Info: 1992 - Atlantic - Full Length
Band Info: USA - 1986 - Thrash Metal
Bewertung: 9


Songs:

1. Sign Of Chaos
2. Electric Crown
3. So Many Lies
4. Let Go Of My World
5. The Ritual
6. Deadline
7. As The Season Grey
8. Agony
9. The Sermon
10. Return To Serenity
11. Troubled Dreams

Wer dachte, TESTAMENT würden sich mit ihrer neuen Scheibe "The Ritual" auf ihre Thrash-Roots besinnen und nach "Souls Of Black" wieder ein paar Pfund zulegen, hat sich mächtig geschnitten. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Wie Metallica (die ja schon immer als große Vorbilder herhalten mußten) setzen auch TESTAMENT auf klar strukturierte Songs mit griffigen Melodien und entfernen sich immer weiter von den Riffgewittern früherer Tage. Das kommt zwar - speziell auf der A-Seite dieses Albums - überraschend gut, aber besonders Chuck Billys Gesang (immer noch stark an Hetfield angelehnt) klingt mir etwas zu kraftlos. Das fällt besonders beim Opener 'Signs Of Chaos' auf, wo man schon fast glauben möchte, Mr. Billy hätte seine Parts beim Blumenpflücken im Studio-Vorgarten eingesungen. Im weiteren Verlauf des Albums klingt er dann aber immer lebhafter, so daß man unterm Strich zufrieden sein kann. Durch und durch überzeugend ist dagegen Alex Skolnicks Gitarrenarbeit, die in fast jedem Song Höhepunkte setzt und die Platte aus dem Mittelmaß heraushebt. Wer mit der letzten Metallica-Rille klarkam und TESTAMENT einen ähnlichen Stilwandel nicht übelnimmt, darf sich "The Ritual" beruhigt in die Sammlung stellen - die Fans der ersten Stunde werden allerdings enttäuscht sein.  (ROCK HARD 8 / 10)

Testament - Photo



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