1. Euthanasia
2. Slave To Freedom
3. Don't Touch Me There
4. Money
5. Killers
6. Fireclown
7. Wild Catz
8. Suzie Smiled
9. Badger Badger
10. Insanity
Ich habe es schön öfters erwähnt, dass die Anfänge der 80er-Jahre eine musikalisch extrem spannende Zeit waren, vor allem wenn man sich den härteren Klängen verschrieben hatte.
Ende der 70er kam langsam etwas ins Rollen, was heute als "New Wave of British Heavy Metal" bekannt ist. Aus dem Hardrock kristallisierte sich eine Stilrichtung heraus, die auf harte und brutale Gitarrenriffs setzte und diese mit dreckigen Punk-Elementen vermischte.
Diese Bands orientierten sich an Giganten wie BLACK SABBATH oder DEEP PURPLE, entwickelten deren Musik aber weiter, heraus kam das, was man heute als die NWoBHM kennt.
Bands wie JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder SAXON werden heute immer wieder als Vorreiter dieser Bewegung genannt.
Leider werden enorm wichtige Bands wie ANGEL WITCH, SAMSON und eben auch die TYGERS OF PAN TANG vergessen, die Anfang der 80er die NWoBHM entscheidend mitgeprägt haben.
Eines dieser "Pionieralben" war "Wild Cat" von den TYGERS OF PAN TANG, das 1980 erschienen ist und mich als "Jungspund" direkt umgehauen hat. Ich kann also schon behaupten, dass dieses Album mich musikalisch geprägt hat.
Bis heute begeistert mich "Wild Cat", es ist eines der Alben, die ich immer hören könnte, es hat in all den Jahren nichts von seiner Klasse eingebüßt. "Wild Cat" ist herrlich rustikal, dreckig und rotzig - einfach grandios.
Die TYGERS haben nicht nur auf Härte gesetzt, sie haben enorm viel Wert auf die Melodien gelegt, die sie dann aber sehr rustikal und ohne Schnörkel vorgetragen haben.
Auch die schlichte und hemdsärmelige Produktion des damals noch unbekannten CHRIS TSANGARIDIS, und die eigenwillige Stimme von JESS COX, tragen zur besonderen Atmosphäre bei, die dieses Album auszeichnet. Das alles hört sich einfach herrlich hemdsärmelig und ungezwungen an, ich habe den Eindruck, die Jungs spielten damals einfach unbeschwert und frei von der Leber weg die Musik, die sie begeisterte, die sie fühlten. Man kann unschwer erkennen, dass diese Begeisterung auf mich überging und bis heute angehalten hat. ;-)
Zu Beginn bestanden die vier "Tiger" aus Frontmann JESS COX, Gitarrist ROBB WEIR, Bassist RICHARD "ROCKY" LAWS und Fellgerber BRIAN DICK. Diese vier fanden sich 1978 zusammen, nach dem ihr Debütalbum "Wild Cats" bis auf Platz 18 der britischen Charts schoss, stieß mit JOHN SYKES ein zweiter Gitarrist zur Band. Dass "wild Cat" nur mit einem Gitarristen aufgenommen wurde, ist auch ein Grund für den rustikalen und erdigen Sound, der mir so extrem gut gefällt.
Tja ... die Songs ... was soll ich dazu sagen? Ich finde, die sind durch die Bank erstklassig, sehr abwechslungsreich, geradlinig und gut strukturiert - die wussten schon was die Leute damals hören wollten. Ich würde sagen, dass sie sehr simpel aber ungemein effektiv sind, man kann das Herzblut förmlich hören, dass die Jungs hier reingepackt haben.
Gitarrist ROBB WEIR beweist, dass er ein Guter ist, er spielt seine Soli sehr eigen, er hat einen ganz speziellen "dreckigen" Stil, wie ich finde. BRIAN DICK treibt die Meute unermüdlich vor sich her, der Drummer hält den Takt überwiegend im Midtempo, für die nötige Unterstützung sorgt Bassist "ROCKY" LAWS, der die Rhythmusfraktion komplettiert. Die beiden sind sehr solide, für Soloausflüge ist einzig ROBB WEIR verantwortlich, der ein ganz feiner "Frickler" ist. Am besten gefällt mir aber Frontmann JESS COX, der zwar eine recht eigenwillige Stimme hat, die aber perfekt zur Musik passt. Wer das nicht hören kann, der sollte einen Ohrenarzt aufsuchen, die Songs würden ohne seine Art zu singen nur halb so dreckig klingen, das passt wie Ar*** auf Eimer - perfekt!
Anspieltipps? Tja, ich würde sagen .... ALLES! Aber ich bin da vielleicht etwas zu euphorisch, weil mich das Album seit nun fast 40 (!) Jahren begleitet und begeistert - was man sicher meiner Rezension anmerkt. ;-)
Der rasante Opener "Euthanasia" gehört mit Sicherheit zu den Highlights, ebenso wie das eigenwillige "Fireclown", bei dem der unkonventionelle und schräge Gesang von JESS COX mein Highlight ist - ich mag das, das passt einfach.
Selbstverständlich empfehle ich auch das galoppierende "Insanity", das seinem Namen alle Ehre macht, "Slave to Freedom", "Badger Badger" und das punkige "Wild Catz".
Während Bands wie JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder SAXON noch in aller Mund sind und die großen Hallen und Stadien füllen, sind die TYGERS OF PAN TANG fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Die jungen Leute werden die Band wohl kaum noch kennen, was ich persönlich sehr schade finde, denn ihr Verdienst um das geilste Musik-Genre aller Zeiten, den Heavy Metal, bleibt so ungewürdigt.
Im Gegensatz zu vielen andere "Pionierbands" von damals, existieren die TYGERS heute noch, nehmen Platten auf und gehen auf Tour. Ich habe sie vor kurzer Zeit in der "Rockfabrik" Ludwigsburg gesehen, aber nur im kleinen "Club", vor geschätzten 100, allerhöchstens 150 Leuten. Die waren alle so in meinem Alter, das waren alles ergraute Veteranen, die damals zu diesem Album das Haupthaar schwangen. Irgendwie schade ......
Mein Fazit: Jeder hat ein paar Alben, die ihn geprägt und extrem begeistert haben, für mich ist eines davon "Wild Cat" von den TYGERS OF PAN TANG. Das ist schmutzige und rotzige Musik, die mich als "Jungspund" mit dem "Metal-Virus" infiziert hat .... und nicht nur mich.
Ende der 70er kam langsam etwas ins Rollen, was heute als "New Wave of British Heavy Metal" bekannt ist. Aus dem Hardrock kristallisierte sich eine Stilrichtung heraus, die auf harte und brutale Gitarrenriffs setzte und diese mit dreckigen Punk-Elementen vermischte.
Diese Bands orientierten sich an Giganten wie BLACK SABBATH oder DEEP PURPLE, entwickelten deren Musik aber weiter, heraus kam das, was man heute als die NWoBHM kennt.
Bands wie JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder SAXON werden heute immer wieder als Vorreiter dieser Bewegung genannt.
Leider werden enorm wichtige Bands wie ANGEL WITCH, SAMSON und eben auch die TYGERS OF PAN TANG vergessen, die Anfang der 80er die NWoBHM entscheidend mitgeprägt haben.
Eines dieser "Pionieralben" war "Wild Cat" von den TYGERS OF PAN TANG, das 1980 erschienen ist und mich als "Jungspund" direkt umgehauen hat. Ich kann also schon behaupten, dass dieses Album mich musikalisch geprägt hat.
Bis heute begeistert mich "Wild Cat", es ist eines der Alben, die ich immer hören könnte, es hat in all den Jahren nichts von seiner Klasse eingebüßt. "Wild Cat" ist herrlich rustikal, dreckig und rotzig - einfach grandios.
Die TYGERS haben nicht nur auf Härte gesetzt, sie haben enorm viel Wert auf die Melodien gelegt, die sie dann aber sehr rustikal und ohne Schnörkel vorgetragen haben.
Auch die schlichte und hemdsärmelige Produktion des damals noch unbekannten CHRIS TSANGARIDIS, und die eigenwillige Stimme von JESS COX, tragen zur besonderen Atmosphäre bei, die dieses Album auszeichnet. Das alles hört sich einfach herrlich hemdsärmelig und ungezwungen an, ich habe den Eindruck, die Jungs spielten damals einfach unbeschwert und frei von der Leber weg die Musik, die sie begeisterte, die sie fühlten. Man kann unschwer erkennen, dass diese Begeisterung auf mich überging und bis heute angehalten hat. ;-)
Zu Beginn bestanden die vier "Tiger" aus Frontmann JESS COX, Gitarrist ROBB WEIR, Bassist RICHARD "ROCKY" LAWS und Fellgerber BRIAN DICK. Diese vier fanden sich 1978 zusammen, nach dem ihr Debütalbum "Wild Cats" bis auf Platz 18 der britischen Charts schoss, stieß mit JOHN SYKES ein zweiter Gitarrist zur Band. Dass "wild Cat" nur mit einem Gitarristen aufgenommen wurde, ist auch ein Grund für den rustikalen und erdigen Sound, der mir so extrem gut gefällt.
Tja ... die Songs ... was soll ich dazu sagen? Ich finde, die sind durch die Bank erstklassig, sehr abwechslungsreich, geradlinig und gut strukturiert - die wussten schon was die Leute damals hören wollten. Ich würde sagen, dass sie sehr simpel aber ungemein effektiv sind, man kann das Herzblut förmlich hören, dass die Jungs hier reingepackt haben.
Gitarrist ROBB WEIR beweist, dass er ein Guter ist, er spielt seine Soli sehr eigen, er hat einen ganz speziellen "dreckigen" Stil, wie ich finde. BRIAN DICK treibt die Meute unermüdlich vor sich her, der Drummer hält den Takt überwiegend im Midtempo, für die nötige Unterstützung sorgt Bassist "ROCKY" LAWS, der die Rhythmusfraktion komplettiert. Die beiden sind sehr solide, für Soloausflüge ist einzig ROBB WEIR verantwortlich, der ein ganz feiner "Frickler" ist. Am besten gefällt mir aber Frontmann JESS COX, der zwar eine recht eigenwillige Stimme hat, die aber perfekt zur Musik passt. Wer das nicht hören kann, der sollte einen Ohrenarzt aufsuchen, die Songs würden ohne seine Art zu singen nur halb so dreckig klingen, das passt wie Ar*** auf Eimer - perfekt!
Anspieltipps? Tja, ich würde sagen .... ALLES! Aber ich bin da vielleicht etwas zu euphorisch, weil mich das Album seit nun fast 40 (!) Jahren begleitet und begeistert - was man sicher meiner Rezension anmerkt. ;-)
Der rasante Opener "Euthanasia" gehört mit Sicherheit zu den Highlights, ebenso wie das eigenwillige "Fireclown", bei dem der unkonventionelle und schräge Gesang von JESS COX mein Highlight ist - ich mag das, das passt einfach.
Selbstverständlich empfehle ich auch das galoppierende "Insanity", das seinem Namen alle Ehre macht, "Slave to Freedom", "Badger Badger" und das punkige "Wild Catz".
Während Bands wie JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder SAXON noch in aller Mund sind und die großen Hallen und Stadien füllen, sind die TYGERS OF PAN TANG fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Die jungen Leute werden die Band wohl kaum noch kennen, was ich persönlich sehr schade finde, denn ihr Verdienst um das geilste Musik-Genre aller Zeiten, den Heavy Metal, bleibt so ungewürdigt.
Im Gegensatz zu vielen andere "Pionierbands" von damals, existieren die TYGERS heute noch, nehmen Platten auf und gehen auf Tour. Ich habe sie vor kurzer Zeit in der "Rockfabrik" Ludwigsburg gesehen, aber nur im kleinen "Club", vor geschätzten 100, allerhöchstens 150 Leuten. Die waren alle so in meinem Alter, das waren alles ergraute Veteranen, die damals zu diesem Album das Haupthaar schwangen. Irgendwie schade ......
Mein Fazit: Jeder hat ein paar Alben, die ihn geprägt und extrem begeistert haben, für mich ist eines davon "Wild Cat" von den TYGERS OF PAN TANG. Das ist schmutzige und rotzige Musik, die mich als "Jungspund" mit dem "Metal-Virus" infiziert hat .... und nicht nur mich.
Auch wenn die TYGERS OF PAN TANG heute in etwas in Vergessenheit geraten sind, so sind sie doch eine Band, die das Metal-Genre entscheidend mitgeprägt hat und "Wild Cat" ist ein "Meilenstein-Album" - ohne Frage! (AMAZON)


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