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UFO - High Stakes & Dangerous Men



Release Info: 1992 - Castle - Full Length    
Band Info: England - 1969 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Borderline
2. Primed For Time
3. She's The One
4. Ain't Life Sweet
5. Don't Want To Lose You
6. Burnin' Fire
7. Running Up The Highway
8. Back Door Man
9. One Of Those Nights
10. Revolution
11. Love Deadly Love
12. Let The Good Time Roll

Ich hatte eigentlich nicht mehr damit gerechnet, daß es jemals wieder eine neue Studio-LP der britischen Hardrock-Legende UFO geben würde, und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen, als ich vernahm, daß eben jenes passieren würde - schließlich liegt der Verdacht nahe, daß die Herren um den charismatischen Frontmann Phil Mogg noch mal auf die Schnelle ein paar englische Pfund abkassieren wollen. Umso erleichterter bin ich nun, da ich vermelden kann, daß UFO zumindest meine Erwartungen vollauf erfüllt haben. Eins vorweg: Wir schreiben das Jahr 1992, und allen musikalisch Ewiggestrigen sei gesagt, daß es einfach unmöglich für UFO gewesen wäre, noch mal Scheiben im Stile der Platten aus ihrer Hochphase Mitte der Siebziger und Anfang der Achtziger zu machen. Die Zeit geht auch an UFO nicht spurlos vorbei, und so klingt 'High Stakes & Dangerous Men" moderner, ohne jedoch den UFO-typischen Charme zu verlieren. Dafür sorgt alleine schon das Songwriterpaar Mogg/Way, das zusammen mit dem neuen Axeman Laurence Archer einige absolute Zuckerstückchen wie etwa 'She's The One', 'One Of Those Nights' oder 'Revolution' geschrieben hat - allesamt Werke, die für reichlich Airplay sorgen dürften. Aber UFO können auch noch die Zähne zeigen, wie bei dem Uptempo-Rocker 'Running Up The Highway', während der Opener 'Borderline' von der Gitarrenarbeit her ein wenig an neuere Werke von Aerosmith erinnert. Die beiden typischsten UFO-Stücke sind jedoch 'Love Deadly Love' und 'Primed For Time' - so haben wir diese Band kennen und lieben gelernt. Klar, es gibt auch ein paar Ausfälle auf dieser Scheibe, wie etwa das süßliche 'Don't Want To Lose You' oder das unoriginelle 'Back Door Man'. Aber es überwiegen ganz eindeutig die positiven Eindrücke, zumal "High Stakes & Dangerous Men" absolut professionell und facettenreich produziert ist. Streicht man also die Frühwerke von UFO aus dem Gedächtnis und beurteilt "High Stakes & Dangerous Men" als ein für sich stehendes Album einer neuformierten Band, so sind 8,5 Punkte für ein frisches, lebendiges Hardrock-Album absolut gerechtfertigt. (ROCK HARD 8,5 / 10)





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