2. Black Cold Coffee
3. The Wild One
4. Give It Up
5. Call Me
6. Slipping Away
7. The Spark That Is Us
8. Sympathy
9. Mr. Freeze
10. Jello Man
11. Baby Blue
12. Swallow
Bei den letzten UFO-Scheiben mit Michael Schenker hatten selbst die härtesten Fans Probleme, sich die Platten „schönzuhören". Zu deutlich konnte man erkennen, dass die Band in erster Linie aus finanziellen Erwägungen wieder in der glorreichen Besetzung der Siebziger zusammenspielte, da war einfach kein Herzblut mehr. Auf dem neuen Album sind neben den drei alten UFO-Recken Phil Mogg (v.), Pete Way (b.) und Paul Raymond (keys) nun mit Gitarrengenie Vinnie Moore und Drum-As Jason Bonham zwei weitere Top-Musiker am Start, die den Job ganz sicher nicht nur aus Liebe zur Musik von UFO übernommen haben. Auch hier wird Geld eine Rolle gespielt haben - bloß, dass dieses Line-up dabei ein wirklich mitreißendes Album zustande gebracht hat, das stilistisch am ehesten mit der Paul-Chapman-Phase aus den frühen Achtzigern vergleichbar ist, speziell mit dem „Making Contact"-Longplayer. UFO zelebrieren auf „You Are Here" kraftvollen, facettenreichen und melodiebetonten Hardrock, der jederzeit songdienlich arrangiert wurde und selbstverständlich auch von den unverwechselbaren, charismatischen Vocals von Phil Mogg lebt. Mogg ist eine der ganz wenigen Rockstimmen, die man bereits nach zwei Tönen erkennt. Und kein anderer schreibt derartige Texte, die gerne als „Arbeiterklasse-Romantik" beschrieben werden. Was man UFO weiterhin hoch anrechnen muss, ist die Klasse ihrer Balladen, die einfach nie kitschig klingen, sondern schlicht und ergreifend schön sind. Natürlich wird´s auch wieder Leute geben, die irgendwas von „Früher waren sie aber besser!" nölen, was aber eigentlich kompletter Bullshit ist, wenn man mal den verklärenden Schleier schöner Erinnerungen von den Augen und aus den Ohren nimmt... (ROCK HARD 9 / 10)

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