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Whitesnake - Trouble




Release Info: 1978 - EMI - Full Length
Band Info: England - 1978 - Hard Rock
Bewertung: 7,5                


Songs:

1. Take Me With You
2. Love To Keep You Warm
3. Lie Down (A Modern Love Song)
4. Day Tripper
5. Night Hawk (Vampire Blues)
6. The Time Is Right For Love
7. Trouble
8. Belgian Tom's Hat Trick
9. Free Flight
10. Don't Mess With Me 

Im Sommer 1978 wurden die Songs zum ersten vollen Album der weißen Schlange aufgenommen. Die Band wurde seit der EP „Snakebite“ leicht umgestellt. Nun griff der gute Jon beherzt in die Tasten. Alle anderen blieben. Wieder produziert durch Martin Birch entstand hier ein wirklich tolles Album. Im September 1978 stand es dann im Laden. Was bekam der Fan fürs Geld? Einen wirklich toll singenden David Coverdale vor allem. Wie schon auf der EP davor überzeugt er hier mit seiner tollen Stimme, er keucht und holt tief Luft, man kann hören wie er sich anstrengt. Auch der bluesige Grundcharakter des Albums lässt ihm hierbei großen Raum zum schmachten und betonen. Den Einfluss vom Herrn Lord hört man hier deutlich. Jedoch ist der Sound der Band hier nicht so auf die Orgel/Klavier eingestellt. Die Gitarren agieren im Vordergrund und werden durch den Tastenmann im Grunde unterstütz. Immer wieder hört man Piano und Orgel hindurch doch die Gitarren sind dominant. Mickey Moody und Bernie Marsden sind gut aufeinander abgestimmt. Sie stehlen nicht den anderen Musikern die Show, sonder spielen entspannt auf dem Klangteppich der Rhythmus-Gruppe. Einfach klasse wie frech sich hier der Bass immer wieder dezent in den Vordergrund setzt. Dave Dowle hingegen trommelt sich durchs Set. Eher unauffällig jedoch immer korrekt. Obwohl ich ihm da schon fast unrecht antue. Im Song „Nighthawk (Vampire Blues)“ hängt er sich anständig in die Felle. Einfach cool wie sich die Band hier durch den Titel spiel. Ganz sicher einer der Höhepunkte des Albums. Ebenso einfach toll gelungen ist „The Time Is Right for Love“ auch hier hört man wie melodiös die Band aufspielt. Man wippt automatisch mit den Füßen auf dem Boden. Leider viel zu kurz. Mache könnten fast schon behaupten das ganze wäre zu poppig. Ich denke nicht so. Ein richtig kurzweiliges Stück Musik halt. Schwere und bluesige Titel gibt es natürlich auch. Der Titelsong - zu Beispiel - ist später live nicht mehr wegzudenken. Man höre nur wie David sich über diesen Song ausbreitet. Die Melodie ist hier eher unwichtig, hier gehört der Song dem Sänger. Dieser Song lebt von David und die bissige Lord-Orgel bringt Dynamik hinein. Beim Instrumental „Belgian Tom's Hat Trick“ hört man wie gut die Musiker sich hier verstehen. Das Stück ist nicht überfrachtet und kommt Druckvoll daher. Die fehlende Gesangsspur stört nicht sonderlich. Es gäbe noch viele tolle Sachen zu besprechen. Die Band war gut drauf und der Produzent initialisierte das Dargebotene mit Abwechslung. Alles gut also und für den Anfang einfach ein guter LP-Start. Das Album nur auf Bluesrock zu minimieren; das geht zu weit. Die Aufnahmen zeigen auch eine variable Band. Lange Weile kommt nicht auf. Einzig der ganz große Hit fehlte im Portfolio. Sind die Stücke aus diesem Grunde jedoch Mittelmaß? Ganz gewiss nicht.(AMAZON)




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