:format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-6249012-1487693954-4467.jpeg.jpg)
1. Kiss Me In French
2. Tough Enough
3. Baby Talks Dirty
4. You Make Me Bleed
5. Tie Me Up
6. Her Body Compliments The Beat
7. I Don't Want No Body But Yours
8. Damage Is Done
9. Stop Breakin My Broken Heart
10. Cry
Wie weit sich der harte Rock so manchmal von seinen Ursprüngen entfernt, ist immer wieder unglaublich. SIC VIKKI (Sick Wicki?) sind ein AOR/Glam/Softpop-Grüppchen der allerfeinsten Sorte. Hier purzeln die Klischees förmlich übereinander. Bandname, Albumtitel, Booklet-Fotos (echt süß), Texte zum Mitjodeln ("Baby talks dirty after dark") und vor allem ein derart kuschelweich produzierter, unhardrockiger Airplay-Persiflagensound mit Standard-Hooks, dass sich deine Gehörgänge in knietiele Veloursteppichfluchten verwandeln, sind die Markenzeichen dieser ein paar Jahre zu spät aufgetauchten pretty boys from L.A. Im Grunde genommen hätte diese Scheibe aber auch 1988 keinen Pudding an die Wand genagelt, denn im Vergleich zu SIC VIKKI, die Nummern wie 'Tough Enough' mit dem Härtegrad eines frisch aus der Pfanne geglitschten Omelettes "rauspowern", waren und sind die oft verschrienen "Poser" der Sorte Bon Jovi, Steven Pearcy, Vince Neil, Joey Tempest und Co. die reinsten Hell's Angels-Präsidenten. Sicherlich gibt's in Angel City immer noch genug kreuzdämliche Bimbos, die die Jüngelchen backstage mit "French Kisses" ins Nirwana lutschen mögen. Aber darüber hinaus dürfte mit diesem Release außer dem Gewinn der "Silbernen Zitrone '93" nicht viel zu reißen sein. (ROCK HARD 3 / 10)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen