1. Vals De La Muerte
2. Unholyvoid
3. Tradition And Fire
4. Born To Darkness
5. Judgement Failed
6. Wolfhunt
7. Spirits In The Mist
8. Rapture
2. Unholyvoid
3. Tradition And Fire
4. Born To Darkness
5. Judgement Failed
6. Wolfhunt
7. Spirits In The Mist
8. Rapture
Meine Fresse, was haben Testament seinerzeit für ihr „Demonic"-Langeisen Dresche bezogen! Vor allem die Death Metal-artigen Growls von Rothaut Chuck Billy sorgten 1997 für hitzige Kontroversen, wobei sich der Schreiber dieser Zeilen als besonders pikierter Kritiker hervortat. Was das mit dem DRAGONLORD-Debüt zu tun hat? Eine Menge, schließlich handelt es sich bei dieser Combo um das neue Projekt von Testament-Gitarrist Eric Peterson, dem Hauptverantwortlichen des „Demonic"-Rohrkrepierers von anno dunnemals. Insofern kommt es nicht wirklich überraschend, dass der gute Eric mit „Rapture" einen zweiten Anlauf nimmt, sein Faible für pechschwarze Klänge zu befriedigen. Und das nicht nur als Axeman und Songwriter, sondern auch als Verursacher der krassen Vocals in der Tradition von Schmier (Destruction) und vergleichbar bösartig röchelnden Zeitgenossen. „Killer symphonic black/thrash music" nennen Peterson, Keyboarder Lyle Livingston, Wunderbasser Steve DiGiorgio (ehemals Iced Earth, Death & Sadus), Testament-Tourklampfer Steve Smyth und Ex-Sadus-Kesselflicker Jon Allen ihr aus mächtigen Testament/Slayer-Riffs, derben Knüppelpassagen, majestätischen Synthesizern und mörderischen Drums bestehendes Gebräu in der Grauzone zwischen Thrash-, Black- und Death Metal. Dabei kommen sowohl die Abteilung Attacke (´Unholy Void´, ´Wolfhunt´) als auch Freunde atmosphärischer, meist midtempolastiger Nummern (´Tradition And Fine´, ´Born To Darkness´) voll auf ihre Kosten. Abgerundet wird die Scheibe von einem jederzeit transparenten Sound und einer überragenden musikalischen Performance, bei der der Konkurrenz von Cradle Of Filth über Immortal bis Dimmu Borgir vor Neid das Make-up aus den Kindervisagen bröckeln wird. Für Kritik könnte höchstens die relativ knapp bemessene Spielzeit von 35 Minuten sorgen, doch da in der Thrash-Szene spätestens seit Slayers noch viel kürzerem Hassklumpen „Reign In Blood" die Maxime „in der Kürze liegt die Würze" gilt, stehen meine acht Punkte felsenfest. Dafür lasse ich mich auch gerne einen Opportunisten schimpfen. (ROCK HARD 8 / 10)
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