1. Don't Say You Love Me
2. Shelter Of The Night
3. Freedom Road
4. A Little Drop Of Poison
5. What A Fool I've Been
6. Overload
7. Heart Of Stone
8. The Night
9. New Orleans
10. All The Right Moves
Wenn Captain Hook angeben will, empfiehlt er einem nicht die AOR- respektive Melodic-Rock-Göttergaben aus der ersten Reihe (also Journey, Toto oder Foreigner), nicht die aus der zweiten (Survivor, Night Ranger oder Bad English), und selbst die aus der dritten (Strangeways, Dare oder FM) hält er für einen alten Hut. Nein, wenn er auf dicke Hose macht, zaubert er Bands hervor, die bevorzugt in den Achtzigern mit Earcandy um sich geworfen haben, das den Errungenschaften der Großen in nichts nachstand, das außer Gourmets und Connaisseure aber nur wenige Musikliebhaber gehört haben, Acts wie Atlantic, Streets, Signal, Airrace, Balance, i-Ten, Aviator und Arc Angel - oder eben FORTUNE. Deren quasi erstes und einziges (selbstbetiteltes) Album von 1985 (der auch stilistisch nicht vergleichbare ´78er (!) Dreher war ja mit einem fast komplett anderen Line-up entstanden) gilt mit Hook-Highlights wie ´Thrill Of It All´ oder ´Stacy´ nach wie vor als lupenreine Genre-Visitenkarte und lässt eigentlich keine zwei Meinungen zu. Trotzdem, man kennt das ja, waren meine Erwartungen an den 34 Jahre (!) später erscheinenden Nachfolger nicht sonderlich groß. Zu Unrecht: „II“ hat bereits jetzt gute Chancen, Ende 2019 als DAS Top-Schmankerl in Sachen Melodic Rock dazustehen, die etwas unauffälligere „B-Seite“ konterkariert die göttliche „A-Seite“ mit ihren ersten vier Superhits (Höhepunkt: ´A Little Drop Of Poison´) nur insofern, als dass sie die Gesamtplatte letzten Endes dann doch noch aus den ganz hohen Punkteregionen befördert. Ansonsten stellt die neue Talentprobe der beiden Fortune-Brüder und ihrer Hintermannschaft, angenehm „analog“ klingend, nicht nur für Total-Spezialisten einen Pflichtkauf dar, denn sie besitzt - auch im Vergleich zu weiten Teilen der Konkurrenz - vor allem eines: Seele. (ROCK HARD 8,5 / 10)


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