1. Nothing Is Sacred
2. Wailing
3. At Dusk
4. When All Hope Is Gone
5. Dust To Dust
6. For My Days Are Vanity
7. Wisdom
8. I Am A Stranger In The Earth
9. Deliverance
GODKILLER aus Monaco ist keine Band, sondern die One-Man-Show eines gewissen Duke, der nach zwei mehr oder weniger schwarzwurstigen Releases jetzt neue musikalische Pfade beschreitet. Die (Black) Metal-mäßigen Gitarren kommen zwar weiterhin zum Einsatz, ansonsten regieren aber Keyboard und Samples das Geschehen, und das nicht schlecht. Neun collagenhafte Songs mit meditativem Charakter hat der Soundtüftler da zusammengebastelt und dabei teilweise so viele verschiedene Elemente integriert, dass man so manches Mal, wenn ein neues Stück anfängt, nicht mehr weiß, wie das davor geklungen hat. Dieser Umstand ist aber keineswegs negativ zu verstehen, denn bei wiederholtem Hören kommen dann irgendwann die Aha-Erlebnisse. Außerdem schafft es Duke - trotz aller Vielseitigkeit - seine Songs nicht zu überfrachten. Die Riffs sind schön fett und wohldosiert, die Sounds klingen schön Achtziger-mäßig (nix mit Industrial), und der meistens auf einem Ton bleibende monotone Gesang sorgt im Zusammenspiel mit der Musik für teilweise sehr schöne Harmonieverschiebungen. Apropos Gesang: Die Texte bestehen durch die Gebetsbank aus Bibelzitaten. Trotzdem ist GODKILLER, wie der Name ja schon andeutet, kein christliches Projekt. Duke versucht schlicht und ergreifend, auf diesem Weg dem Sinn des Lebens etwas näher zu kommen. Auf jeden Fall ist "Deliverance" ein sehr emotionales und überwiegend düsteres Album in der Schnittmenge zwischen The Cure, Grotus, Killing Joke, Gothic und Heavy Metal, das man immer wieder hören kann. (ROCK HARD 8 / 10)


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