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Nile - Annihilation Of The Wicked



Release Info: 2005 - Relapse -  Full Length
Band Info: USA - 1993 - Death Metal
Bewertung: 8        


Songs:

1. Dusk Alls Upon The Temple Of The Serpent On The Mount Of Sunrise
2. Cast Down The Heretic
3. Sacrifice Unto Sebek
4. User Maat Re
5. The Burning Pits Of The Duat
6. Chapter Of Obeisance Before Giving Breath To The Inert One In The Presence Of The Crescent Shaped Horns
7. Lashed To The Slave Stick
8. Spawn Of Uamenti
9. Annihilation Of The Wicked
10. Von Unaussprechlichen Kulten

Drei Jahre nach dem Fabelwerk „In Their Darkened Shrines" legen NILE den Nachfolger vor. Ägyptenforscher Sanders & Co. präsentieren sich erneut einzigartig, faszinierend und überraschend vielfältig. Nach zarten Klängen auf einer Buzuki feuert die Band aus allen Rohren. Die ersten beiden Brecher ´Cast Down The Heretic´ und ´Sacrifice Unto Sebek´ sind mit das Rabiateste und technisch Anspruchsvollste, was der Todesbleimarkt je zu bieten hatte. Wer vorab zweifelte, ob der griechische Wundertrommler George Kollais den nicht minder beeindruckenden Tony Laureano würde ersetzen können, sollte vor Scham in den Boden sinken. Kollais entpuppt sich nicht nur als einer der schnellsten Doublebass-Spieler aller Zeiten, sondern zerhackt die Snare in beängstigender Präzision. Dazu gibt´s Break-Kabinettstückchen, die jenseits des Vorstellbaren sind. Das Gitarrenduo Sanders/Toler-Wade kontert mit barbarischem Riffgeschrubbe und Gitarrensoli in Vollendung. Vermutlich befinden sind die Herren bereits im Übergangsstadium Mensch/Schweizer Uhrwerk.

Neben all der Finesse sind es natürlich die großen und mitreißenden Monumentalepen, die NILE so unverkennbar machen. Fast spielerisch gelingt das Verweben von Todesblei und traditionellen Klängen aus der Nilregion. Und die Final-Troika ´Spawn Of Uamenti´, ´Annihilation Of The Wicked´ und ´Von Unaussprechlichen Kulten´ (benannt nach einem Buch von H.P. Lovecraft) weckt Erinnerungen an das großartige ´Unas Slayer Of The Gods´ des Vorgängers. Egal, ob fies dahinkriechend, im wuchtigen Midtempo oder pfeilschnell: NILE setzen sich mit dieser Scheibe ihr eigenes Denkmal. Hinter den Aufnahmereglern saß erstmals Neil Kernon, der NILE (endlich!) einen messerscharfen, bissigen und glasklaren Sound verpasste und uns keinen technischen Leckerbissen vorenthält. NILE untermauern mit dieser Scheibe ihre Ausnahmestellung in der Szene und brauchen momentan weder nationale noch internationale Konkurrenz zu fürchten. (ROCK HARD 9,5 / 10)

Nile - Photo





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