1. One By One
2. Sons Of Northern Darkness
3. Tyrants
4. Demonium
5. Within The Dark Mind
6. In My Kingdom Cold
7. Antarctica
8. Beyond The North Waves
Ich kann mich noch gut an meine erste Begegnung mit IMMORTAL erinnern: Kollege Mühlmann spielte mir seinerzeit in einer feuchtfröhlichen Nacht voller Begeisterung „Pure Holocaust" vor, und ich lag vor Lachen fast unterm Tisch, weil ich solch dilettantisches Geschrubbe mit einem viel zu schnell programmierten Drumcomputer noch nie gehört hatte. Toll finde ich „Pure Holocaust" auch heute noch nicht, aber dennoch ist es fast schon phänomenal, wie sich diese Kapelle im Laufe der Jahre gewandelt hat. Ja, extrem sind IMMORTAL auch heute noch, und nach wie vor wird sich jeder Freund schnuckeliger Pop-Klänge oder Liebhaber von Soft-Techno-Gepiepse mit Grausen abwenden, wenn dieses norwegische Unwetter über ihn hereinbricht. Aber jeder, der sich auch nur ansatzweise mit Heavy Metal auskennt, wird respektvoll anerkennen müssen, dass IMMORTAL inzwischen richtig gute Songs schreiben können, ohne ihre Brutalität eingebüßt zu haben. Im Gegenteil: Die Norweger klingen auf „Sons Of Northern Darkness" heavier als je zuvor, was sicher auch auf die exzellente, kraftvolle Produktion zurückzuführen ist. Von der stilistischen Ausrichtung her könnte man das neue Album als die logische Zusammenführung der beiden Vorgängerwerke bezeichnen, denn die Scheibe hat die Garstigkeit von „Damned In Black" und den Hymnen-Charakter von „At The Heart Of Winter", zahlreiche Ohrwürmer paaren sich mit wüsten Blast-Attacken, die Songs sind simpel gestrickt, aber prägnant. Nur die Basisidee von ´Beyond The North Waves´ ist ein bisschen sehr deutlich bei Bathorys ´Enter The Eternal Fire´ ausgeliehen. Ist aber nur ein kleiner Schönheitsfehler eines wirklich mächtigen Black Metal-Albums... (ROCK HARD 8,5 / 10)


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