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Tygers Of Pan Tang - Crazy Nights

Tygers of Pan Tang - Crazy Nights

Release Info: 1981 - MCA -  Full Length
Band Info: England - 1978 - Heavy Metal
Bewertung:  8        


Songs:

1. Do It Good
2. Love Don't Stay
3. Never Satisfied
4. Running Out Of Time
5. Crazy Nights
6. Down And Out
7. Lonely Man
8. Make A Stand
9. Raised On Rock

Die 80er waren ein unheimlich spannendes Jahrzehnt, die NWoBHM kam gewaltig ins Rollen und fast täglich wurden erstklassige Alben veröffentlicht, Es war unglaublich, wie kreativ und potent die Metal-Szene damals war, neue Bands schossen wie Pilze aus dem Boden, es war wirklich eine tolle Zeit.

Damals war es keine Seltenheit, wenn Bands zwei Alben in einem Jahr raus brachten, dass die Qualität dann trotzdem überragend war, grenzt heute fast schon an ein Wunder.
Auch die TYGERS OF PAN TANG hatten damals eine Hochphase, nach genialen Alben wie "Wild Cat" und "Spellbound", schwammen sie ganz oben auf der NWoBHM mit, sie hatten eigentlich eine goldene Zukunft vor sich.

"Crazy Nights" war das zweite Album im Jahr 1981, mit dem sie an die großen Erfolge der Vorgänger anknüpfen wollten. Ein Grund, warum die TYGERS damals so erfolgreich waren, dürfte der sein, dass sie tatsächlich zwei Alben in der selben Formation einspielten, was man heute als "außergewöhnlich" bezeichnen muss. Die ständigen Querelen innerhalb sind für mich auch ein Grund, warum die TYGERS nie den ganz großen Durchbruch geschafft haben.

Nachdem man seinen Stil mit "Spellbound" komplett runderneuert hatte, weg vom räudigen und ungeschliffenen "Straßen-Metal", hin zu filigranem "Mainstream-Metal, legte man 1981 mit "Crazy Nights" den dritten Longplayer nach. Stilistisch stand er dem Vorgänger in nichts nach, die Produktion ist typisch für die 80er, etwas druckvoller als der Vorgänger, aber man legte auch hier das Augenmerk auf markante Gitarrenriffs und natürlich die Stimme vom neuen Fronter JON DEVERILL.
DEVERILL ist ein Mainstream-Sänger, damit meine ich, dass Stimmen wie die seine damals "in" waren, mit den Erfolgen die BRUCE DICKINSON 1982 mit IRON MAIDEN einfahren sollte, verstärkte sich dieser Trend noch.

Wie auch immer, JESS COX war Vergangenheit, sein Nachfolger JON DEVERILL konnte sich auf "Spellbound" etablieren, insofern musste ich mich beim dritten Langeisen der TYGERS nicht mehr an den neuen Frontmann gewöhnen. Auch gut .... wie eigentlich das gesamte Album, das voll im Trend der Zeit lag und heute sicherlich ein aussagekräftiges Album ist, wenn man die Anfangsjahre der NWoBHM betrachtet. So hat sich der Metal damals angehört, Hochglanzproduktionen waren noch verpönt, das Rustikale und Schlichte stand noch im Mittelpunkt. So ab Mitte der 80er sollte sich das ja bekanntlich ändern, ein Grund, warum ich die Jahre 1980-1983 so sehr liebe, da wurde großartige Musik gemacht.

Auf "Crazy Nights" gibt es keinen großen Hit, was auch nicht unbedingt sein muss, denn das komplette Songmaterial bewegt sich auf einem Level ... einem sehr hohen Level!
Nummern wie der wuchtig rockende Titelsong "Crazy Nights", das groovig stampfende "Do it Good", das mitreißende "Running out of Time" oder das seinem Namen alle Ehre machende "Raised on Rock" graben sich direkt in die Gehörgänge, reißen einen mit und machen einfach gute Laune. Das ist Metal wie ich ihn mag, ungeschliffen, einfach und unheimlich wirksam - damit kann man mich auch heute noch begeistern.

Ich persönlich finde auch heute noch keinen schwachen Song auf diesem Album, weswegen ich das Album auch im Gesamten empfehlen kann. Die genannten Songs könnt ihr aber ruhig als Anspieltipps nehmen, die sind vielleicht noch einen "Tick" besser als der Rest.

Mein Fazit: Vielleicht muss man den Metal in den frühen 80ern kennen und lieben gelernt haben, um diesen Stil auch heute noch zu feiern ... keine Ahnung .... mir auch völlig egal.
"Crazy Nights" gehört in einem Atemzug mit den beiden Vorgängern genannt, es ist definitiv ein Klassiker, wer die Kraft und Dynamik dieses Albums, die ganze Klasse nicht erkennt, der hat schlicht keine Ahnung ... BASTA!
Die ersten drei Alben der TYGERS OF PAN TANG gehören mit Sicherheit zu den wegweisenden und wichtigsten Alben der NWoBHM, jammerschade, dass die Band danach nicht mehr so richtig in die Gänge kam, was auch an den oben bereits erwähnten Personalwechseln gelegen haben mag.

In jedem Fall ist "Crazy Nights" extrem hörenswert, wenn euch jemand was anderes erzählen will, dann ignoriert diesen "Ahnungslosen" einfach! (AMAZON)

Tygers of Pan Tang - Photo



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