Band Info: England - 1973 - Hard Rock Bewertung: 8
Songs:
1. Good Lovin' Gone Bad 2. Feel Like Makin' Love 3. Weep No More 4. Shooting Star 5. Deal With The Preacher 6. Wild Fire Women 7. Anna 8. Call On Me
Wer den Erstling von Bad Company mochte, bekommt mit der nächsten Ladung schlechter Gesellschaft eine solide Forsetzung. Bad Company sind nicht die härteste Hard Rock-Band. Das liegt nicht nur an der sehr exakten, anstatt unbedingt rauen, Produktion, sondern auch an den vielen Mid-Tempo-Nummern und sogar Balladen zwischen den Riff-Granaten. Auch der akustischen Gitarre ist man nicht abgeneigt. Hört sich nach Anbiederung an, ist es aber nicht, wie Shooting Star beweist. Eine Mid-Tempo-Nummer über das „Live fast, die young“-Syndrom. Die Akkordfolgen und der gospel-artige Refrain überzeugen. Ähnliches könnte man über, das so ruhig anfangende, Feel like makin' Love sagen, würde nicht ein cooles Powerchord-Riff ertönen und den Song mitreißend aufwerten. Paul Rodgers' Stimme klingt mir hier aber nicht eindringlich genug. Dafür überzeugt die Gitarrenarbeit von Mick Ralphs. Gefühlvoll, bis stellenweise sogar virtuos, und immer sehr singend trägt er seine Soli vor. Eben in diesem Lied und auch in Deal with the Preacher, eine Blues beinflusste Rock-Nummer, die die Wände wackeln lässt. Apropos Blues, der kommt in Weep no more sehr deutlich hervor. Das Lied überzeugt, ist aber trotzdem kein Meisterwerk, obwohl der coole, beschwingte Rhythmus und die Ergänzung durch Streicher, Klavier und Orgel aufhorchen lassen. Der Rest des Albums ist dann weniger auffällig, obwohl die Qualität im Gesamten nicht abfällt. Good Lovin' gone bad präsentiert sich als Möchtegern-Rockgranate, kann aber weniger mitreißen als der Opener vom Debut. Wild Fire Woman ist Standard-Rockware im positiven Sinne und Anna ist dann die obligatorische Ballade. Wer jetzt allerdings noch mal ein episches Ende erwartet wird enttäuscht. Call on me ist ein ruhiges, vor Kitsch triefendes Klavierstück mit ruhiger Begleitung. Über die stellenweise aufkommende Monotonie, die auch noch auf sechs Minuten ausgedehnt wird, kann selbst die singende Gitarre nicht mehr hinwegtrösten. Fazit: Nachfolger ganz im Stile des Vorgängers, nur fehlen hier die Meisterwerke. In Gänze ist das Album aber durchaus nett anzuhören und liefert ordentlich Bad-Company-Nachschub für ausgehungerte, „ruhigere“ Hard Rock Fans.(AMAZON)
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