1. How Do I Look
2. Starting All Over
3. Shape
4. Odd Man Out
5. The Nineties
6. Scarecrow
7. As I Am
8. Waiting In The Wings
9. Giant
Dies ist das zweite, allgemein etwas weniger bekannte Album der "verkürzten" Saga-Formation (Sadler, Chrichton und Chrichton). Gleich vorneweg: Ich empfehle diese ge-remasterte Version von 2003, denn sie ist druckvoller und sauberer als das Original. Nach dem doch sehr poppig-straighten Vorgänger-Album ("Wildest Dreams", 1987) besinnen sich die Herren hier wieder etwas in Richtung eigene Wurzeln. Es geht hier wieder etwas rockiger zu. Außerdem bauen sie hier und dort wieder die bekannten "Saga-Zutaten" ein, welche "Wildest Dreams" doch vermissen ließ. Da wären interessante Intros zu nennen, wie etwa auf "How Do I Look" oder auf "Starting All Over". Das Letztere mutet schon fast wie ein Soundtrack an.
Die "Duelle" zwischen der frickeligen Gitarre des Ian Chrichton und den Keyboards (hauptsächlich von Sadler eingespielt) sind hier wieder verstärkt zu vernehmen. Schließlich sind da noch die schönen, hymnen-mäßigen Refrains, wie etwa auf "Starting All Over" oder auf "As I am", welche - neben "Giant" - die Höhepunkte der Platte sind. Das Multi-Talent Sadler hat - wie ich finde - den Part des Keyborders sehr gut kompensiert. Die Keys werden zwar insgesamt etwas zurückhaltender eingesetzt. Auf "Shape" spielen sie mit dem nahezu Gilmour-typischen Lauf sogar die Hauptrolle. Über seinen erstklassigen Gesang muss wohl nichts weiter gesagt werden, er spricht - wie immer - für sich. Das Stück "The Nineties" dürfte der absolute Tiefpunkt und Ausfall der Platte sein. Der vermeintlich "moderne" (dünne) Sound, uninteressante Melodien und der nahezu soulige Chor-Gesang in der Begleitung Sadlers nerven einfach. Dasselbe gilt dann auch für "Scarecrow"... "As I Am" ist dann wieder der saga-typische Rocker mit dem packenden Refrain.
"Waiting in the Wings" ist ein netter bis mittelmäßiger Mid-Tempo Song. Schließlich kommt mit "Giant" der würdige Abschluss des Albums mit einem ausgedehnten Banjo-Intro, einem schönen, bass-lastigen, dröhnenden Hauptthema und Frickel-Solo des Ian Chrichton. Den Bonus-Track - die Live-Version von "Frame" - hätte man sich hier sparen können. Der Sound ist dumpf und die Keyboards verschwinden total im Hintergrund. Alles in allem nicht das beste aber ein schönes Saga-Album der 80er Jahre, welches wohl in jede Saga-Sammlung gehören dürfte.(AMAZON)
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