1. Rock & Roll Feeling
2. Havin' A Ball
3. Golden Lark
4. A Song For Suzanne
5. A Man Like Me
6. Lies
7. Evil Eyes
8. Southern Woman
9. Christoper, Mr. Christopher
10. Man Of Miracles
So wundert es nicht, dass „Man Of Miracles“ bis dahin das erfolgreichste Album der Band werden sollte, die danach auch von „Wooden Nickels Records“ zum Major Label „A&M Records“ wechselten. Musikalisch gesehen, ist es wie sein Vorgänger schon, sehr auf Mainstream ausgerichtet, STYX wollten damals schon eine breite Masse ansprechen. Die Songs sind angenehm rockig, ziemlich trocken und auch relativ schnörkellos. Das „Symphonische“ kommt hier ein wenig zu kurz, STYX rocken hier eigentlich richtig straight drauf los, insgesamt finde ich das Album aber etwas unspektakulär. Überwiegend ist das guter und solider Hardrock, die großen Momente kommen hier ein wenig zu kurz.
Eigentlich gibt der Opener „Rock'n'Roll Feeling“ bereits die Richtung vor, auffällig ist hier, wie auch beim anschließenden „Havin'A Ball“ die Orgel dem Rock-Piano den Vortritt lassen musste. Gerade die war es aber, die mir auf den vorherigen Alben so gut gefallen hat. Ansonsten ist das solide Rockmusik, sehr ansprechend mit mitreißenden Melodien. Wenn man sich die Opener der letzten Alben ins Gedächtnis ruft, dann war „Witch Wolf“ von „The Serpent Is Rising“ doch von einem ganz anderen Kaliber.
Mit „Golden Lark“ schließt sich dann eine Ballade an, die eigentlich das ist, wofür STYX musikalisch stehen. Der Song ist sehr komplex, fantasievoll und ein klein wenig bombastisch, sehr schön gefällt mir der Einsatz der Celli. Auch „A Song For Suzanne“ gefällt mir aus diesen Gründen, auch die Nummer ist sehr verspielt und hat diesen psychedelischen, leicht progressiven Touch. Beide Songs zählen für mich zu den Highlights, die stechen aus der Masse heraus.
„Christopher, Mr. Christopher“ und der abschließende Titelsong „Man Of Miracles“ gehören ebenso zu den psychedelischen Songs ist vom Aufbau her schon eher das, was STYX für mich ausmacht. Komplexe Songstrukturen, sehr kreativ, mit einem symphonischen und psychedelischen, leicht progressiven Touch, so gefallen sie mir am besten.
Ansonsten sind es tatsächlich Rocknummern wie die oben erwähnten Eröffnungssongs, „A Man Like Me“, „Lies“ und das an URIAH HEEP erinnernde „Southern Woman“.
Mit „Evil Eyes“ hat sich eine sehr biedere Ballade aufs Album geschlichen, insgesamt gesehen ist „Man Of Miracles“ aber ein sehr solides Album, das meiner Meinung nach in der Wahrnehmung viele Fans ein bisschen zu schlecht wegkommt.
Mein Fazit: „Man Of Miracles“ ist mit Sicherheit keines der ganz großen STYX-Alben, aber es ist solide und weit davon entfernt schlecht zu sein. Ich würde es wie seinen Vorgänger einschätzen, 3,5 Sterne hätte es sicher verdient, da ich aber ein positiver Mensch bin, runde ich auf vier Sterne auf.(AMAZON)
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