Release Info: 1998 - Necropolis - Full Length
Band Info: Schweden - 1997 - Black Metal
Bewertung: 8,5
Bewertung: 8,5
1. The Reaper
2. Witchery
3. Midnight At The Graveyard
4. The Hangman
5. Awaiting The Exorcist
6. All Evil
7. House Of Raining Blood
8. Into Purgatory
9. Born In The Night
10. Restless & Dead
Die Schweden haben irgendwie immer zuerst den Bogen raus. Anfang der 90er waren sie Mitbegründer der Death Metal-Welle, an der Entstehungsgeschichte des Black Metal sind sie weiß Gott auch nicht unbeteiligt (man bedenke besonders die melodische Göteborg-Variante), die Roots der momentan florierenden Rotz'n'Roll-Community liegen dort, und jetzt haben sie ganz offensichtlich den Thrash wiederentdeckt. Erst waren es Combos wie Gehennah, Defleshed oder Swordmaster, die sich auf ihre alten Helden (Destruction, Kreator, Tankard) besannen, und jetzt tauchen sogar mehr und mehr Truppen auf, die technisch anspruchsvollen Thrash mit geilen Melodien so großartig zelebrieren, wie man es schon seit Jahren nicht mehr gehört hat. Man denke hierbei etwa an The Haunted und fortan auch an WITCHERY. Hinter dieser Truppe stecken mit Basser Sharlee D'Angelo (Mercyful Fate) und Klampfer Patrik Jensen (ex-Seance, jetzt The Haunted) durchaus bekannte Leute. Komplettiert wird das Line-up von ehemaligen Mitgliedern der Underground-Helden Satanic Slaughter. Wie dieses Quintett auf "Restless & Dead" dem Thrash-Genre neues Leben einhaucht, ist wirklich beeindruckend. Einerseits bedienen sich WITCHERY bei Elementen, die man aus der Hochphase des Thrash Metal kennt, andererseits drücken sie dem Material ihren ureigenen Stempel auf, der sich in den rotzigen Vocals, der originellen Gitarrenarbeit und den eigenwilligen Arrangements ausdrückt. Und schlußendlich hat diese Band das Zeug, absolute Evergreens zu schreiben: Der ultrabrutale Opener 'The Reaper' ist ein Nackenbrecher par excellence, 'Awaiting The Exorcist' ein absoluter Ohrwurm, und auch der geile Midtempo-Hammer 'Born In The Night' fräst sich direkt in dein Großhirn. Ein famoses Thrash-Album auf hohem technischem Niveau mit sehr eingängigen und originellen Songs und einem amtlichen Aggressionslevel - das ist ja wohl extraherb!(ROCK HARD 9 / 10)


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