Bewertung: 7
1. Lake Of Fire
2. Destroyer Of Worlds
3. Ode
4. Bleeding
5. Pestilence
6. 109
7. Death From Above
8. Krom
9. Liberty & Justice
10. Kill Kill Kill
11. Sudden Death
12. White Bones
Post-Grunger Quorthon braucht Kohle. Und tschüss! Hätte der Schwede in den vergangenen 15 Jahren nicht solche bahnbrechenden Werke wie Under The Sign Of The Black Mark, Hammerheart oder Blood On Ice kreiert, dann wäre meine Rezension tatsächlich nach dem Wort tschüss beendet gewesen. Mein Respekt vor diesem Mann verlangt aber nach einer tiefer gehenden Auseinandersetzung mit Destroyer Of Worlds: Destroyer, dass ich nicht lache! Das einzige, was mit diesem hundsmiserablen Album zerstört wird, ist die Karriere und der Rest an Glaubwürdigkeit von Quorthon. Denn ernst nehmen kann man weder diese musikalische Leistung noch den Meister dahinter. Der einstündige Humbug startet wie eine Kopie von Blood On Ice - allerdings noch schlechter produziert, mit einem nervenden, tuckernden Drumcomputer und total in den Hintergrund gemischtem Gesang. Wieso Quorthons Stimme zu Beginn des Albums beinahe nicht zu hören ist, zeigt sich in allen folgenden Stücken, unter denen sich nicht ein einziges Highlight befindet: Der Mann kann es einfach nicht (mehr). Ob er in der Discount-Thrash-Nummer ´Pestilence´ farb- und kraftlos krächzt, in dem peinlichen Speed Metal-Müll ´109´ versucht, roh zu singen, oder in der US-Speed-artigen Realsatire ´Death From Above´ noch fürchterlicher quäkt als Dave Mustaine auf einer Open Air-Bühne bei tornadoartigem Gegenwind: nix klappt. Auch richtig garstiges Kreischen funktioniert hinten und vorne nicht mehr. Im Gegenteil: Presst sich der Stockholmer Manowar-Gebrabbel der Marke that´s why you kill, why you want to kill, why you should kill, and so you kill aus den Ritzen, weiß man wirklich nicht, ob man lachen oder den Scheiß einfach nur ausschalten soll. Früher hatte der Mann mal die krasseste Stimme der Szene und schrieb Musikgeschichte. 2001 steht BATHORY nicht mehr für Musik. Jedenfalls nicht für gute, sondern für einen beschmutzten Namen, unter dem irgendwie - egal wie - Geld verdient werden muss. Pfui Deibel... (ROCKHARD 2,5 /10)


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