1. Dead Promises
2. Goodbye Stranger
3. Tears In Rain
4. Railroads
5. You And I
6. The Golden Chamber
7. Spirits Of The Sea
8. Silent Masquerade
9. Serene
10. Shadow Play
Im Zusammenhang mit TARJA von Rohheit zu sprechen und das auch noch im Albumtitel unterzubringen, ist wirklich abenteuerlich. Tatsächlich klingen einige Passagen auf „In The Raw“ etwas kantiger und ruppiger, und der Gitarrensound ist wirklich ungewohnt spröde, aber sowie die Dame ihren Mund aufmacht, fließen nur noch Milch und Honig durch die Kopfhörer. Die bisherige Fan-Klientel der ehemaligen Nightwish-Chanteuse muss sich also keine Sorgen machen, und alle Hater werden fröhlich weiterhaten. Auch die Strategie der mehr oder minder berechnend wirkenden Gastauftritte (man denke nur mit Entsetzen an Martin Kesici zurück) setzt sich fort. Und wie schon so oft bleiben die meisten DuettpartnerInnen ziemlich blass. Lacuna Coils Cristina Scabbia geht im guten ´Goodbye Stranger´ sogar komplett unter. Björn Strid (The Night Flight Orchestra, Soilwork) kann in ´Dead Promises´ immerhin etwas Land sehen. Anders als beim latent aufgeblähten Doppeldecker „The Brightest Void“/„The Shadow Self“ von 2016 liegt der Fokus grundsätzlich aber wieder mehr auf den Kompositionen als auf irgendwelchem promowirksamen Brimborium. Und in der Hinsicht kann man nicht viel meckern. Auch wenn keine Übersongs wie ´I Walk Alone´ und ´In For A Kill´ an Bord sind, ist „In The Raw“ ein durchgehend gutes Album. Und da TARJA in diesem Sektor gesanglich eh niemand das Wasser reichen kann, gilt das als Kaufempfehlung. (ROCK HARD 7 / 10)


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