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Bad Company - Rough Diamonds


Release Info: 1982 - Swan Song -  Full Length
Band Info: England - 1973 - Hard Rock
Bewertung: 7           


Songs:

1. Electric Land
2. Untie The Knot
3. Nuthin' On The TV
4. Painted Face
5. Kickdown
6. Ballad Of The Band
7. Cross Country Boy
8. Old Mexico
9. Downhill Ryder
10. Racetrack

Der Vorgänger konnte trotz langer traditionsbewusster Konzeption nicht mehr überzeugen. Rough Diamonds hingegen geht mit besseren Kompositionen wenigstens schon mal wieder in die richtige Richtung. Bad Company waren noch nie sonderlich harte Rocker, haben dies nie behauptet und müssen es auch gar nicht sein. Bei der Band mag manchmal der Drive fehlen, doch das gleicht die Band mit großen Emotionen, versierten Stimmeinsatz und gefühlvollen Gitarrenspiel wieder aus, zumindest so lange die Komposition an sich stimmt. Und die stimmt im Opener Electricland außerordentlich gut. Verhalten mystisch mit Sinn für eine gute Melodie startet das Lied und packt im Refrain sowohl Powerchords als auch genügend Energie aus um den Hörer positiv auf das Album einzustimmen. Damit ist das Lied besser als so ziemlich sämtliches Material auf dem Vorgängeralbum. Up-Tempo-Rocker muss man bei Bad Company auch nicht mehr erwarten. Schade eigentlich, denn auf Dauer stagniert die Band so etwas und rettet sich nicht in höhere Qualitätsregionen. Es bleibt halt bei einem „konstant gut“ wie zum Beispiel im groovigen, versiert eingespielten Untie the Knot, welches beweist dass Paul Rodgers immer noch eine große Stimme besitzt. Nuthin' on the TV groovt dank Honky-Tonk-Piano cool vor sich hin und sorgt für den Spaßfaktor. 
Bevor dann das Album auf Dauer leider belanglos wird gibt es mit Painted Face noch mal einen Knaller. So muss eine Klavierakkordfolge und Strophenmelodie klingen um zu überzeugen. Die Gitarreneinwürfe eines Mick Ralphs tun ihr Übrigens um den Hörer positiv zu stimmen. Dazu gibt es eine sanfte Gesangslinie. Fertig ist ein sehr gutes, schönes Lied. Warum nicht so auf dem Rest des Albums? Immerhin: Nette Ideen wie das schnellere, mit Bläsern versetzte Riff in Ballad of the Band gibt es. Aber im Grunde bleibt auch dies ein Standard-Blues-Song. Nicht schlecht, aber es geht halt besser. Cross Country Boy zeigt die funkige Seite der Band mit einigen Country-Einflüssen und bereitet wiederum Spaß. Old Mexico hingegen ist dann wieder der verlangsamte Groover mit Blues-Einflüssen. Hat man schon mal gehört, ist aber nicht schlecht, geht aber... Sie wissen schon. Dem Closer Racetrack kann ich hingegen nichts mehr abgewinnen, geschweige denn etwas Besonderes daran erkennen und bei Downhill Ryder schreibt die Band ziemlich von sich selbst ab. Das ist ein typischer, leichter Rocksong von Bad Co, aber auch hier gilt: Das kennt man und zwar besser. Zum Schluss noch etwas positives: Die Produktion ist gewohnt glasklar und ist erfreulicherweise einigermaßen hall- und synthiebefreit. Fazit: Bad Company brauchen keinen unglaublichen Drive oder Härte um überzeugen zu können, solange die Kompositionen stimmen und so gut wie das Album startet, ist man überraschend guter Dinge. Doch die Qualität wird nicht gehalten. Zwar überzeugen ab und an die netten Ideen und Einwürfe und bestätigen dass das Album keinesfalls schlecht ist, doch insgesamt ist es doch nur ein leichteres, lockeres Rockalbum unter vielen. (AMAZON)






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