1. Yekteniya 1
2. Yekteniya 2
3. Yekteniya 3
4. Yekteniya 4
5. Yekteniya 5
6. Yekteniya 6
7. Yekteniya 7
8. Yekteniya 8
„Litourgiya“, das ist ein in mehrerlei Sinne orthodoxer Klumpen, geformt aus Black und Doom Metal, mit osteuropäischen Sakralgesängen, viel Melodie und immer wieder auftriumphierenden Leadgitarren zum Niederknien. „Liturgiya“, das ist ein Album, das nicht nur extrem atmosphärisch ist, sondern das BATUSHKA-Bandkonzept rund um Blasphemie gegenüber der russisch-orthodoxen Kirche nicht nur in die Texte, sondern in allen seinen Facetten ausstrahlt: im Gesang, in der Melodieführung, in der Atmosphäre, und wie neuerdings auf Fotos zu begutachten ist, auch in der optischen Selbstdarstellung. Es ist einfach bemerkenswert, wie es BATUSHKA aus dem Stand gelungen ist, ein so rundes, fehlerfreies Album zu schaffen. Dass die beteiligten Musiker bereits Erfahrung in anderen Bands gesammelt haben, ist „Litourgiya“ zu jeder Sekunde anzuhören, denn dieses Album klingt zu keiner Sekunde wie ein Debüt. BATUSHKA jagen darauf von Höhepunkt zu Höhepunkt, von den sakralen Intro-Gesängen in „Yekteniya 1“, die sich dann durch den ganzen Song ziehen (und dann stellt sich im weiteren Verlauf heraus, dass diese Gesänge ein wichtiger Bestandteil des kompletten Albums sind) zu dem schnelleren „Yekteniya 2“ mit seinem Höhepunkt im letzten Drittel, zu „Yekteniya 3“, welches mit seiner kathartischen, erhabenen Leadgitarre wohl als DER Höhepunkt des Albums gelten kann … wenn es den denn gibt. Denn mit solchen Aussagen tut man Stücken wie dem wohl doomigsten Song auf „Litourgiya“, „Yekteniya 7“, oder dem abschließenden, besonders emotionalen „Yekteniya 8“ Unrecht an. Wie gesagt: BATUSHKA hangeln sich auf „Litourgiya“ von Höhepunkt zu Höhepunkt, Ausfälle gibt es keine. Und somit haben BATUSHKA es tatsächlich geschafft, von Null auf Hundert loszulegen: Ihr Debüt ist bereits ein Album, das schwer zu toppen sein wird, im Grunde haben es im kompletten Black-Metal-Jahr 2015 sonst höchstens MGŁA und ISVIND geschafft, ein derart stimmiges Gesamtkunstwerk aufzunehmen. Wer auf doomigen Black Metal mit heruntergestimmten Gitarren kann, wer die BATUSHKA-Landsleute MGŁA oder EERIE mag, wer sich diese mit Einflüssen von Bands wie MOURNING DAWN oder FORGOTTEN TOMB sowie epischen, doch finsteren Leadgitarren, ein bisschen in der Art von CULT OF FIRE, vorstellen kann, der sollte BATUSHKA und „Litourgiya“ definitiv auf dem Zettel haben. Es lohnt sich ungemein. (METAL.DE 9 / 10)


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