Band Info: Griechenland - 1987 - Black Metal Bewertung:9,5
Songs:
1. In The Name Of God 2. Vetry Zlye 3. Heaven And Hell And Fire 4. Hallowed Be Thy Name 5. Dies Irae 6. I Believe 7. Fire, God And Fear 8. The Voice Of The Universe 9. The New Messiah 10. The Raven
ROTTING CHRIST mit „The Heretics“ in die „Atmospheric Dark Metal“-Schublade zu packen, ist zwar naheliegend, kann aber auch nach hinten losgehen. Schließlich tummeln sich dort endlos viele entbehrliche Bauern-Kapellen. Doch die griechischen Stil-Chamäleons haben diesen Sektor bereits in der Vergangenheit immer wieder souverän beackert und lassen auch auf „The Heretics“ sämtliche Genre-Fettnäpfchen außen vor. Man muss Bandboss Sakis Tolis den philosophischen Überbau der neuen Platte und die daraus resultierende inhaltliche Intellektualisierung seiner Band nicht automatisch abkaufen, hat hier aber eine nicht uninteressante Parallele zu den sich ähnlich gebenden Behemoth, an deren simples „The Satanist“ auch der Albumtitel „The Heretics“ erinnert. Und noch etwas anderes verbindet Sakis und Nergal: Man steht auf Kriegsfuß mit (christlicher) Religion, wildert aber gern in ihrem Fundus. Sakis erreicht hier eine Klasse für sich. Speziell die dominanten (klerikalen) Chöre strahlen eine gänsehäutige Feierlichkeit aus und dürfen ihre Schönheit in aller Pracht entfalten. „The Heretics“ erreicht dadurch (und ebenso durch die eingängigen Gitarrenleads) eine Geschmeidigkeit, die wunderbarer und zugleich unpeinlicher nicht sein könnte.(ROCK HARD 8 / 10)
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