1. Holy Water
2. Walk Through Fire
3. Stranger Stranger
4. If You Needed Somebody
5. Fearless
6. Lay Your Love On Me
7. Boys Cry Tough
8. With You In A Heartbeat
9. I Don't Care
10. Never Too Late
11. Dead Of The Night
12. I Can't Live Without You
13. 100 Miles
Die Eckdaten vorne weg: Das Album ist hallig und pompös inszeniert und produziert, mit vielen Hooks samt typischen Background-Vocals, fetzigen Gitarrensounds, knalligen Powerchords und trotzdem blues-basierten Soli versehen. Brian Howe liefert eine grandiose Gesangsleistung ab und erklimmt, den Vibe der Songs gut treffende, Höhen. Mick Ralphs brilliert, wie schon erwähnt mit typischen Hard-Rock-Riffs im Stadion-Stil. Nicht innovativ, aber meist auf dem Punkt gebracht und gut umgesetzt. Das Schlagzeug macht ordentlich Krach und dass der Bassist wieder einmal ausgewechselt wurde, fällt zumindest nicht negativ auf. Synthie-Hasser können indes aufatmen, denn das Hauptaugenmerk liegt klar auf Gesang und Gitarre und das ist auch gut so. Wer ein Genießer dieser Art von AOR-Rock, kommt gut auf seine Kosten. Einzig bei den Texten muss man Abstriche machen, doch auf der anderen Seite sind sie für das Genre gerade zu typisch beschränkt. Es geht eben um Liebe, ehrlich und direkt und manchmal zu kitschig, manchmal aber auch süß.
Was würde dieses Album perfekt machen? Wenn der erste Song No Smoke without a Fire hieße. Der Opener Holy Water macht zwar ziemlich was her, aber verglichen mit eben jenem Überhit klingt er wie ein Abklatsch, aufgrund seiner schon stark auffallenden Ähnlichkeit. Naja, sehen wir einmal großzügig darüber hinweg und machen weiter mit Walk through Fire, welches das zuvor erzähnte Konzept brilliant umsetzt. Einfühlsamer Refrain, beruhigte Strophe, klassiches Solo, Powerchords, melodiegeprägt, so muss das sein. Übrigens, wie das gepaart mit der Coolness von Blues zusammenklingt, kann dies im nächsten Song Stranger, Stranger bewundern.
If you needed somebody ist das Vorzeigestück einer End-80er-Ballade. Schöne Melodie und gute Hook, sowie einige Powerchords und ab und an eine zarte Akustik-Klampfe. Toll. Achja und Brians tolle Gesangsleistung darf auch noch mal erwähnt werden. Um es vorweg zu nehmen: Abwechslung gibt es nicht viel, dafür eine ganze Ladung an tollen Songs. Fearless ist ein bisschen härter als der Rest und beweist, dass die Band stellenweise viel härter rocken kann, als noch zu Rodgers Zeiten. Bei With you in a Heartbeat ist der Refrain vielleicht ein bisschen zu sehr belanglos, dafür ist das Riff in der Strophe superb und wunderbar dreckig, perfektioniert mit Ralphs quietschender Solo-Gitarre.I don't care legt dann nochmal alle Karten auf den Tisch und zeigt in herrlich straight groovender Stimmung, wie sich nicht allzu harte Powersongs anhören müssen. Nicht schlecht. Der Rest des Albums, also insbesondere (und seltsamerweise) die von Ralphs komponierten Lieder fallen dann etwas ab und erreichen kaum die fantastische Qualität der vorangegangen Titel. Sie schaffen es leider auch nicht neue Akzente oder wenigstens eine Abwechslung zu bieten, aber wenigstens sind diese Lieder wie Never too late noch als guter AOR-Durchschnitt zu betrachten. Vielleicht hat man sich auch einfach an bisschen an dem Genre überhört? Nun, wenn die Band wieder aufdreht wie in der Hook von I can't live without you, welche zwar schrecklich stereotyp, aber immerhin mitreißend ist, sind Ermüdungserscheinungen jedenfalls nicht zu bemerken. So... und als Rausschmeißer gibt es noch das Kleinod 100 Miles und das ist schlicht... genial. Es erinnert, in seiner kleinen, süßen akustischen Aufmachung ohne jeglichen Bombast irgendwie an die ersten Alben und ist somit gleich sympathisch. Bitte mehr davon! (AMAZON)
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