1. Havoc
2. Reason
3. The Stir Of Seasons
4. For A Thousand Years To Come
5. Abrasion Tide
6. Fleshflower
7. Worldwide
8. My Domain
Ähnlich wie Enslaved haben die Viking-Metal-Pioniere BORKNAGAR ihre ganz persönliche Nische fernab jeder Kategorisierung gefunden, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Universal ist in seinen harschen Momenten immer noch tiefschwarz, leuchtet dazwischen aber in einer Vielzahl bunter Klangfarben: Die acht Songs dieses Albums verknüpfen die klirrende Kälte des norwegischen Black Metal mit sanftem Folk, Cynic-artigen Jazz-Metal-Elementen und der Wärme von feinstem Siebziger-Jahre-Progrock. Zerbrechliche Gitarrenmelodien treffen auf wütendes Gekeife, rasendes Geprügel auf groovende Hammond-Orgeln, tänzerische Klaviermelodien auf trickreiches Prog-Metal-Drumming. All diese Elemente und unzählige andere werden mit derartiger Leichtigkeit ineinander verwoben, dass nichts, aber auch gar nichts an Universal steril, verkopft oder sperrig klingt. Im Gegenteil: Die Melodien von ´Abrasion Tide´ und ´For A Thousand Years To Come´, um nur zwei Highlights zu nennen, sind nicht nur schlau, sondern insbesondere dank des großartigen Gesangs von Andreas Hedlund auch eingängig, während Details wie das wunderhübsche Intro von ´Fleshflower´, das gefühlvolle Gitarrensolo von ´Reason´ oder die immer mal wieder eingestreuten Neunziger-Jahre-Gedenk-Synthie-Choräle dafür sorgen, dass BORKNAGARs erstaunliches Universum auch nach Dutzenden von Besuchen ein ungemein spannender Ort bleibt.(ROCK HARD 8 / 10)


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