Release Info: 2004 - Dancing Ferret - Full Length
Band Info: Deutschland - 2002 - Deutschrock
Bewertung: 7,5
Bewertung: 7,5
1. Polarstern
2. Herz Steht Still
3. Willkommen Im Nichts
4. Schwarze Wittwe
5. Ruhe
6. Angst?
7. Fanatica
8. Taub Stumm Blind
9. Dornentanz
10. Hoffnung
11. Eisbrecher
12. Frage
13. Zeichen Der Venus
14. Mein Blut
15. Sakrileg
Die besten Marketingstrategen sind die, die es schaffen, dem verwöhnten Gourmetgaumen eine fürchterlich müffelnde und eklig schmeckende Plörre als sündhaft teuren Schampus unterzujubeln. Was das mit EISBRECHER zu tun hat? Ganz einfach: Da ist seitens des Labels von zwei Musik-Genies die Rede, von Erfolgen in den USA, von bisherigen Gold- und Platinauszeichnungen, von modernem, elektronischem Trip-Rock, von Visionen, von Wissenschaft und Germanistikstudium - und schlussendlich von Musik jenseits gängiger Metal-Klischees. Wow!
Doch zurück zur Realität: Bei den beiden Genies handelt es sich um die Teutonen-Marsch-Metaller Alex Wesselsky und Noel Pix, deren Visionen sich noch vor wenigen Jahren auf einen Ersatz-Rammstein-Sound beschränkten und die sich nicht zu blöde waren, sich aus Provokationsgründen vor dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände fotografieren zu lassen. Genial.
Modernen Trip-Rock sucht man auf dieser Platte vergebens, denn der erneut marschierbare Schwurbel erschöpft sich vor allem in schlichtem EBM mit überschaubaren Samples - ca. drei Niveauklassen unter Laibach - und billiger Gitarrenarbeit. Schlichte Gemüter, die Megaherz toll fanden, werden auch diesen Mist locker nachvollziehen können. (Danke für die Belehrungen, Herr Oberstudienrat! - Red.)
Flach geht es auch in lyrischer Hinsicht zu. Das Germanistikstudium konnte Alex, der sich vor kurzem noch mit Doppel-X geschrieben hat, nicht daran hindern, erneut in den gängigen Schubladen der sinnleeren Sprüche und martialischen Dummheiten zu wildern. Phrasen als Konzeptvorlage - sie verrühren Schiffsbesatzungsdeutsch mit triebgesteuerter Pseudomagie und religiös-esoterischem Halbwissen und hoffen, dass keiner merkt, wie bescheuert das alles ist. Sorry, Jungs, ihr seid ertappt! (ROCK HARD 2 / 10)
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