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Deströyer 666 - Cold Steel...For An Iron Age

Deströyer 666 - Cold Steel... for an Iron Age



Release Info: 2002 - Season Of Mist -  Full Length
Band Info: Australien - 1994 - Thrash Metal
Bewertung: 7,5       


Songs:

1. Black City - Black Fire

2. Clenched Fist
3. Cold Steel...
4. Sons Of Perdition
5. Raped
6. The Calling
7. Savage Pitch
8. Witch Hunter
9. Shadow

Für einen thrashigen Kracher, gut angeschwärzt versteht sich, waren sich die Australier DESTRÖYER 666 ja noch nie zu schade. Mittlerweile hat das Quartett eingesehen, dass sie weder die schnellsten noch die gefährlichsten noch die bösesten Zeitgenossen sind, was den Kompositionen durchweg gutgetan hat. Einen auf pseudo-hart zu machen, kann nämlich auch ganz schön nach hinten losgehen (siehe Sadistik Exekution), aber in Australien ticken die Uhren vermutlich auch anders. Es sollte ja allgemein bekannt sein, dass in Down Under pro Melodie vom verantwortlichen Musiker eine Tüte Wolfszitzenchips verzehrt werden muss. Daher kann man es DESTRÖYER 666 gar nicht hoch genug anrechnen, auf „Cold Steel...” satte 19 (!) melodische oder zumindest melodienahe Riffs untergebracht zu haben.
Wenn ihr euch im Glanze und der Klasse dieser Ohrenschmeichler suhlt, dann denkt an die armen Burschen auf der anderen Seite der Welt. Vermutlich gibt es einige, die vermuten, der Besitz einer einzigen DESTRÖYER 666-Scheibe sei quasi die prophetische Rechtfertigung, zu wissen, wie alle Scheiben der Burschen klingen werden. Doch „Cold Steel...” straft diese Propheten Lügen.
Ich kann mich nicht entsinnen, dass die Band jemals über gute Songs, geschweige denn einen guten Sound verfügt hätte. (Wie bitte??? Das soll ja wohl ein Witz sein! - gk) Wäre ja auch ein Unding gewesen, wenn der schwächste Songschreiber von Bestial Warlust (Mastermind K.K. Warslut spielte da vorher) sofort mit einer Überband am Start gewesen wäre. Gut Ding will eben Weile haben, und Herr Warslut hat seine Hausaufgaben scheinbar gut gemacht. Griffige, mitreißende Riffs, treffsichere Grooves, vehemente Blasts und ein Mark und Bein durchdringendes Geschrei. Besonders das melodische ´Raped´ und epische ´Shadow´ sind überaus gelungen und schreien förmlich nach Lautstärke und Nackenwirbeltraining.
Dass die Band trotzdem weiterhin nur als brutale, schnelle Black/Thrash-Band angepriesen wird, verstehe ich nicht so ganz. Aber vermutlich sind die Strafen für australische Labels, die melodische Musik vermarkten, jenseits unserer Vorstellungskraft. Wem das vorletzte Bewitched-Werk „At The Gates Of Hell” gefallen hat, dem möchte ich „Cold Steel...” doch sehr ans Herz legen. Eine echte Überraschung! (ROCK HARD 7,5 / 10)

Deströyer 666 - Photo


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