1. Leave This World Behind
2. Phobia
3. Forever
4. Black Sunrise
5. Nonconformist
6. Enemy Unseen
7. Outcast
8. Stronger Than Before
9. Ruin Of Life
10. Whatever It May Take
11. Alive Again
12. Against The Rest
13. A Better Tomorrow
"Leave this world behind", krächzt Mille auf dem geilen, treibenden Opener der neuen CD der deutschen Thrash-Ikone KREATOR. Aber wieso denn sollten wir die Welt hinter uns lassen, wenn es hier soo geile Scheiben wie die neue KREATOR gibt? Mit 13 Krachern melden sich die Essener zurück nach einer fünf Jahre währenden Saure-Gurken-Zeit, die ihnen neben dem durchwachsenen "Cause For Conflict"-Album auch unendliche Line-up-Querelen bescherte. Damit soll nun Schluß sein: Uralt-Kumpel "Ventor", Christian Giesler und Ex-Coroner-Gitarrero Tommy Vetterli unterstützen Mille auf "Outcast" wie aus einem Guß, und besonders Vetterli überzeugt mit einigen erstklassigen Licks. Er wirkt wie ein belebendes Element, das Experimente à la 'Phobia', dessen beklemmende Stimmung den Titel quasi spürbar werden läßt, oder das mit bisher nicht gekannten gesanglichen Höchstleistungen ausgestattete 'Black Sunrise' erst ermöglicht. Ansonsten schwingen KREATOR - natürlich - vorwiegend die Keule. 'Stronger Than Before', 'Nonconformist' oder 'Against The Rest' sind wütende, stampfende Nackenbrecher, wie man sie von den Essenern erwartet. Auf "Outcast" verschmelzen die beiden wohl besten Alben "Extreme Aggression" und "Renewal" zu einem sowohl abwechslungsreichen als auch spannenden Album, das Milles Combo wiedererstarkt zeigt und dessen moderne Produktion (Vincent Wojno wurde als Co-Producer eingespannt, Rammstein-Mischer Ronald Prent besorgte den letzten Schliff) zeigt, daß Metal für die Jahrtausendwende nicht gleichbedeutend ist mit Sample-Overkill oder der x-ten Scheibe, bei der man darauf wartet, daß jemand "Let freedom ring with a shotgun blast" ruft. Frisch, experimentell und stilvoll auf die Zwölf, so muß eine Nineties-Thrash-Scheibe sein. KREATOR haben das mit Bravour geschafft und eines der besten Alben ihrer Karriere eingehämmert, wenn nicht gar das beste. Killer! (ROCK HARD 9 /10)


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