Release Info: 2002 - Century Media - Full Length
1. Daemons
2. Lex Talionis
3. Quintessence
4. Nightmare
5. In Domine Sathana
6. Release Me
7. The Call Of The Aethrys
8. Dying
9. Ad Noctis
10. Under The Name Of Legion
Ich weiß, dass mich die verfaulenden Christen für diese Aussage hassen werden - vor allem, weil sie dies bestimmt schon tausendfach zu hören bekommen haben. Aber die Atmosphäre ihres Debüts Passage To Arcturo haben die Griechen nie wieder erreicht. Immerhin stellten sie sich damit 1991 als eine der ersten Extrembands vor, die deftige Töne mit klaren Keyboardklängen verbanden. Doch auch elf Jahre später hat das Tasteninstrument für den Sound von ROTTING CHRIST immer noch seine Bedeutung, wenngleich sich die Strickart völlig geändert hat: Statt pianoartiger Einsätze ist das Keyboard auf Genesis einzig und allein für obskur-gruselige Hintergrundklänge zuständig, die bei jedem Song nahezu identisch anmuten. Folglich können sich die Songs nur wenig auf tastende Hilfe verlassen, sondern stehen und fallen mit den Bemühungen der Gitarren und des Gesangs. Daher entsteht ein schizophrenes Bild: Wenn sich ROTTING CHRIST wie bei ´Lex Talionis´ oder ´Ad Noctis´ darauf beschränken, ein Schlagzeugtackern sowie monotonen Gesang in den Vordergrund zu stellen, ist pure Langeweile vorprogrammiert. Wenn man hingegen wie bei ´Quintessence´ oder ´Nightmare´ mit grandiosen Gitarrenparts und originellem Gesang anrückt, kommen großartige Nummern zustande, die man sich gerne mehrfach im Loop anhört. Ob das ausreicht, um einen Kauf zu rechtfertigen, müsst ihr selbst entscheiden. (ROCK HARD 6,5 / 10)


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