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Styx - Kilroy Was Here

Kilroy Was HerePlattencover



Release Info: 1983 - A&M - Full Length
Band Info: USA - 1961 - AOR
Bewertung: 7,5               


Songs:

1. Mr. Roboto

2. Cold War
3. Don't Let It End
4. High Time
5. Heavy Metal Poisoning
6. Just Get Through This Night
7. Double Life
8. Haven't We Been Here Before
9. Don't Let It End (Reprise)

Nach dem Erfolg ihres 81er Albums „Paradise Theatre“ und einer ausgiebigen Welttournee ließen es Styx scheinbar gemächlich angehen. Lange Zeit hörte man nichts ihnen und gehässige, der Gruppe stets ablehnend gegenüber stehende Kritiker frohlockten schon, die Gruppe hätte sich endlich aufgelöst. Dem war aber nicht so, die mit dieser langen Sendepause verbundene Ruhe täuschte, denn Dennis deYoung, Tommy Shaw, Chuck Panozzo, John Panozzo und James Young brüteten ein gewaltiges Werk aus, das im Frühjahr 1983 als „Kilroy Was Here“ erschien. Allein mit dem Album gaben sie sich nicht zufrieden, es entstand unter der Regie von Brian Gibson ein gleichnamiger Film, der die Story und die Musik kongenial in teilweise surrealen Bildern umsetzte. Wie kaum eine zweite Gruppe ihrer Zeit nutzten Styx alle Vorteile, die Boom der Videoclips, der sich seit Ende der 70er Jahre immer mehr durchsetzte und einen unaufhaltsamen Siegeszug zog, konsequent um. Die musikalische Aufbruchstimmung der beginnenden 80er Jahre war bereits 1983 in musikalischer Stagnation erstarrt, und da wirkte Styxs „Kilroy Was Here“ richtig erfrischend. Gleich das erste Stück „Mr. Roboto“ zeigt, daß sich Styx dem Zeitgeschmack angepaßt haben. „Mr. Roboto“ beginnt mit einem Synthesizerintro, bevor eine verzerrte Stimme den Held der Geschichte mit „Domo Arigato Mr. Roboto“ begrüßt. Es folgt ein packender, zeitgemäßer Synthi-Rocksong, der als Single ein weltweiter Tophit war. Und das völlig zu Recht, denn durch die Tempo- und Melodiewechsel ist „Mr. Roboto“ ziemlich kompakt und abwechslungsreich und wirkt deshalb zu keiner Sekunde langweilig. „Cold War“ aus der Feder von Tommy Shaw ist ein packender Rocker mit Synthesizereinlagen. Die verträumte Ballade, als Single ausgekoppelt ein weiterer Tophit, ist im Stil ihrer großen Hits „Come Sail Away“, „Babe“ und „Boat On The River“ gehalten. In dem packenden „High Time“ bieten Styx leichte Swingeinlagen. „Heavy Metal Poisoning“ macht seinem Titel alle Ehre und rockt mächtig ab. Richtig exotisch ist das Intro von „Just Through This Night“. Im Intro spielt Tommy Shaw eine Shami-Sen, ein japanisches Saiteninstrument, und schafft sogleich eine fast magische Atmosphäre, der im weiteren Verlauf gehalten wird. Die Akkordeonklänge erinnern an ihren großen Hit „Boat On the River“. „Just Through This Night“ ein echtes, wenn auch verstecktes Juwel im Gesamtwerk dieser Band. „Double Life“ ist ein stampfender, zeitgemäßer Rocker, der etwas an ihren 78er Hit „Blue Collar Man“ erinnert. Die Rockballade „Haven’t We Been Here Before“ erinnert etwas an Hits wie „Lights“. Das es sich aber nicht um eine Kopie sondern um etwas völlig Eigenständiges handelt, spricht für die Klasse von Styx. Ein kurzes Reprise von „Don’t Let It End“, daß zeitweise 50er Jahre Rock And Roll bietet, beschließt schließlich ein sensationelles Album. „Kilroy Was Here“ beweist einmal mehr, daß sich Styx nicht damit zufrieden gaben, einen einmal eingeschlagenen Erfolgssound bis zum Overkill auszuschöpfen, sondern ihrer Musik immer wieder neue, aktuelle Impulse hinzuzufügen. Ohne Übertreibung kann man das Album zu den besten fünf Rockalben der 80er Jahre zählen. Wer es nicht glaubt, der sollte sich „Kilroy Was Here“ einmal von Anfang bis Ende anhören. Es lohnt sich! (AMAZON)

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