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Nazareth - Hair Of The Dog



Release Info: 1975 - Mooncrest - Full Length
Band Info: Schottland - 1968 - Hard Rock
Bewertung: 9


Songs:

1. Hair Of The Dog
2. Miss Misery
3. Guilty
4. Changin' Times
5. Beggars Day
6. Rose In The Heather
7. Whisky Drinkin' Woman
8. Please Don't Judas Me
9. Love Hurts

Nachdem MANNY CHARLTON bei drei Alben Produzenten ROGER GLOVER über die Schultern gesehen hat, fühlte er sich offenbar in der Lage, selbst als Produzent in Erscheinung zu treten.
Um es vorweg zu nehmen, das hat er sensationell gut gemacht, denn "Hair of the Dog" ist ein großartiges Album geworden, das mit großem Abstand erfolgreichste von NAZARETH.

In den USA hielt es sich 40 (!) Wochen in den Charts, stieg bis auf Platz 17 und wurde mit Platin ausgezeichnet. Damit ist es bis heute das einzige Platin-Album der Band!
Dieser US-Erfolg kam aber nicht von ungefähr, er ist definitiv der Veröffentlichungspolitik des Labels geschuldet, die auf die US-Version des Albums den Mega-Hit "Love Hurts" packten, während auf der europäischen Version die Country Ballade "Guilty" gepackt wurde, die im Original von RANDY NEWMAN stammte.
Das ist durchaus eine klasse Nummer, aber kein Vergleich zu "Love Hurts", das in Europa lediglich als Single erschienen ist, auf diese CD-Version aber glücklicherweise draufgepackt wurde.

Auch sonst ist "Hair of the Dog" ein beachtliches Album, denn es gilt heute bei vielen als ein frühes Metal-Album, man könnte also behaupten, dass NAZARETH sowas wie die Vorboten der NWoBHM waren. So abwegig ist das gar nicht, denn die Songs sind extrem hart, ich möchte noch nicht von "metallischer Härte" sprechen, aber NAZARETH waren da schon ganz dicht dran.
Das kann man an einigen Songs fest machen, so beispielsweise am Titelsong "Hair of the Dog", an "Changing Times" oder "Miss Misery", bei denen sie es doch ganz ordentlich krachen lassen.

Auch auffällig war, dass sie ihre Blueseinflüsse noch stärker vernachlässigten, insofern wird das, was sich mit "Rampant" angekündigt hatte, mit diesem Album konsequent weitergeführt. Die Härte war allerdings neu, da haben sie eine ordentliche Schippe draufgelegt. Ich finde auch, dass sie sich hier und da ein wenig nach AC/DC anhören, die zwar erst 1975 ihr erstes Album veröffentlichten, aber ebenso schottische Wurzeln haben.

Ursprünglich beabsichtigten NAZARETH das Album "Son of a Bit** " zu nennen, was aber von der Plattenfirma abgelehnt wurde, die sich weigerte ein Album mit solch einem "anstößigen" Titel zu veröffentlichen. Tja, so rebellisch waren die 70er dann doch noch nicht .... nicht in allen Belangen! ;-)

Anspieltipps verbieten sich eigentlich, denn ich finde, dass man dieses Album im Gesamten genießen sollte, es ist grandios, ich würde es fast schon als Meilenstein bezeichnen.
Gut finde ich beim CD-Release, dass man die Mega-Giganten-Ballade "Love Hurts" mit draufgepackt hat, die, wenn ich schon Anspieltipps gebe, unbedingt dazugehört.
Auch den Titelsong "Hair of the Dog", die fast schon einzig verbliebene Bluesnummer "Whiskey Drinkin'Woman", "Changing Times" und den fast zehnminütigen Longtrack "Please don't Judas me" würde ich dann noch empfehlen.

Mein Fazit: "Hair of the Dog" ist ein Meilenstein des Hardrock, eines der ersten Metal-Alben, in vieler Hinsicht ein außergewöhnliches Album. Von MANNY CHARLTON erstklassig produziert, bewiesen NAZARETH damals was für eine kreative Band sie doch waren.
Für mich ist das Album ein Klassiker, es hat seit Jahrzehnten einen festen Platz in meiner Sammlung, und wird in schöner Regelmäßigkeit wieder rausgekramt, weil es einfach endgeil ist .... ohne Frage!(AMAZON)


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