1. Rise And Dear Demise Of The Funky Nomadic Tribes
2. Buffalo Gal
3. I Don't Want To Forget How To Jive
4. Sarah
5. Brought Down
6. Baby Face
7. Chatting Today
8. Call The Police
9. Shades Of A Blue Orphanage
10. Whisky In The Jar
11. Black Boys On The Corner
Bevor sich PHIL LYNOTT, ERIC BELL und BRIAN DOWNEY zu THIN LIZZY zusammenschlossen, waren sie bereits in anderen Bands aktiv. PHIL LYNOTT und BRIAN DOWNEY waren schon seit ihrer Schulzeit befreundet und zogen als Duo ORPHANAGE durch die Clubs in Dublin, ERIC BELL spielte in einer Coverband die sich SHADES OF BLUE nannte.
Wenn man beide Bandnamen nun zusammenfügt, ergibt sich der Titel des zweiten LIZZY-Albums, das genauso wenig erfolgreich war wie sein Vorgänger. Ein Grund war sicherlich auch, dass sich die Band zu Beginn der 70er recht unausgegoren anhörte. THIN LIZZY waren definitiv sehr experimentell, sie waren sowas wie "Suchende", die noch nicht so richtig wussten, wohin die musikalische Reise eigentlich gehen sollte.
Auch "Shades of a Blue Orphanage" ist ein wirrer Stilmix aus Blues, Folk, Rock, Pop, Progressive- und Hardrock. Schon auf ihrem Debütalbum fand ich sie am stärksten, wenn sie sich an ihren Blues- und Folk-Wurzeln orientierten und das dann schön "verrockt" haben. Insgesamt finde ich aber schon, dass man hier eine Weiterentwicklung feststellen konnte, die in Richtung dem ging, was sie berühmt gemacht hat. Kann man im Nachhinein leicht sagen, aber "Shades of a Blue Orphanage" ist meiner Meinung nach schon ein Stück strukturierter.
Auch auf ihrem Zweitwerk gefallen mir die rockigen Nummern "Brought Down", "Buffalo Gal" und "Baby Face" am besten. Sehr persönlich und emotional wird er beim Song "Sarah", den er für seine Großmutter geschrieben hatte. Das wären dann auch meine Anspieltipps aus einem durchwachsenem Album, das einige Schatten aufzuweisen hat, aber auch schon viele sehr lichte Momente.
Es war damals schon auffällig, welch grandioser Ausnahmemusiker in PHIL LYNOTT schlummerte, allerdings traute er sich damals wohl noch nicht so recht. LYNOTT war nie der größte Sänger, aber einer der ausdrucksstärksten und charismatischsten, was man auch hier hören kann. Toll wie viel Gefühl und Wärme er in seine Stimme packen konnte, beim nächsten Song hörte er sich dann wieder richtig schön dreckig an.
"Shades of a Blue Orphanage" ist sicher keines der Alben, das als "Kult-Album" in die Analen einging, aber es ist in jedem Fall ein sehr zeitgemäßes Album, das wie sein Vorgänger die Rockmusik Anfang der 70er widerspiegelt.
Auch wenn dieses Album kein Erfolg war, so ging es für THIN LIZZY trotzdem aufwärts, denn zumindest bekamen sie die Chance eine Tour im Vorprogramm von SLADE zu spielen.
1972 erschien dann die Single "Whiskey in the Jar", die Coverversion dieses irische Volkslied dürfte bis heute vermutlich der erfolgreichste und bekannteste Song von THIN LIZZY sein.
So viel ich weiß, erschien "Whiskey in the Jar" niemals auf einem offiziellen Album von THIN LIZZY. Auf späteren Releases wie dieser hier vorliegenden CD, ist der Song dann als Bonustrack mit dabei. Also, wer ein Album sucht, auf dem dieser Kult-Song mit dabei ist, der ist hier schon mal richtig. Ansonsten ist eher Vorsicht geboten, denn wer THIN LIZZY von den erfolgreichen Klassikern her kennt, den späteren Alben, der wird sicherlich große Ohren machen, denn damit hat das hier noch nichts zu tun.
Mein Fazit: "Shades of a Blue Orphanage" ist ein charmanter Blick auf die Anfangsjahre einer der legendärsten Rockbands überhaupt, der vor allem für eingefleischte Fans interessant sein dürfte. Wer Alben im Stil von "Jailbreak", Bad Reputation" oder "Johnny the Fox" erwartet, der sollte vorsichtig sein, denn so hörten PHIL LYNOTT, ERIC BELL und BRIAN DOWNEY damals noch nicht an. (AMAZON)
Wenn man beide Bandnamen nun zusammenfügt, ergibt sich der Titel des zweiten LIZZY-Albums, das genauso wenig erfolgreich war wie sein Vorgänger. Ein Grund war sicherlich auch, dass sich die Band zu Beginn der 70er recht unausgegoren anhörte. THIN LIZZY waren definitiv sehr experimentell, sie waren sowas wie "Suchende", die noch nicht so richtig wussten, wohin die musikalische Reise eigentlich gehen sollte.
Auch "Shades of a Blue Orphanage" ist ein wirrer Stilmix aus Blues, Folk, Rock, Pop, Progressive- und Hardrock. Schon auf ihrem Debütalbum fand ich sie am stärksten, wenn sie sich an ihren Blues- und Folk-Wurzeln orientierten und das dann schön "verrockt" haben. Insgesamt finde ich aber schon, dass man hier eine Weiterentwicklung feststellen konnte, die in Richtung dem ging, was sie berühmt gemacht hat. Kann man im Nachhinein leicht sagen, aber "Shades of a Blue Orphanage" ist meiner Meinung nach schon ein Stück strukturierter.
Auch auf ihrem Zweitwerk gefallen mir die rockigen Nummern "Brought Down", "Buffalo Gal" und "Baby Face" am besten. Sehr persönlich und emotional wird er beim Song "Sarah", den er für seine Großmutter geschrieben hatte. Das wären dann auch meine Anspieltipps aus einem durchwachsenem Album, das einige Schatten aufzuweisen hat, aber auch schon viele sehr lichte Momente.
Es war damals schon auffällig, welch grandioser Ausnahmemusiker in PHIL LYNOTT schlummerte, allerdings traute er sich damals wohl noch nicht so recht. LYNOTT war nie der größte Sänger, aber einer der ausdrucksstärksten und charismatischsten, was man auch hier hören kann. Toll wie viel Gefühl und Wärme er in seine Stimme packen konnte, beim nächsten Song hörte er sich dann wieder richtig schön dreckig an.
"Shades of a Blue Orphanage" ist sicher keines der Alben, das als "Kult-Album" in die Analen einging, aber es ist in jedem Fall ein sehr zeitgemäßes Album, das wie sein Vorgänger die Rockmusik Anfang der 70er widerspiegelt.
Auch wenn dieses Album kein Erfolg war, so ging es für THIN LIZZY trotzdem aufwärts, denn zumindest bekamen sie die Chance eine Tour im Vorprogramm von SLADE zu spielen.
1972 erschien dann die Single "Whiskey in the Jar", die Coverversion dieses irische Volkslied dürfte bis heute vermutlich der erfolgreichste und bekannteste Song von THIN LIZZY sein.
So viel ich weiß, erschien "Whiskey in the Jar" niemals auf einem offiziellen Album von THIN LIZZY. Auf späteren Releases wie dieser hier vorliegenden CD, ist der Song dann als Bonustrack mit dabei. Also, wer ein Album sucht, auf dem dieser Kult-Song mit dabei ist, der ist hier schon mal richtig. Ansonsten ist eher Vorsicht geboten, denn wer THIN LIZZY von den erfolgreichen Klassikern her kennt, den späteren Alben, der wird sicherlich große Ohren machen, denn damit hat das hier noch nichts zu tun.
Mein Fazit: "Shades of a Blue Orphanage" ist ein charmanter Blick auf die Anfangsjahre einer der legendärsten Rockbands überhaupt, der vor allem für eingefleischte Fans interessant sein dürfte. Wer Alben im Stil von "Jailbreak", Bad Reputation" oder "Johnny the Fox" erwartet, der sollte vorsichtig sein, denn so hörten PHIL LYNOTT, ERIC BELL und BRIAN DOWNEY damals noch nicht an. (AMAZON)
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