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Warhorse - Red Sea



Release Info: 1972 - Vertigo -  Full Length
Band Info: England - 1969 - Hard Rock
Bewertung:  7,5          


Songs:

1. Red Sea
2. Back In Time
3. Confident But Wrong
4. Feeling Better
5. Sybilla
6. Mouthpiece
7. I (Who Have Nothing)

Zwei Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum, reichten WARHORSE mit "Red Sea" ihren zweiten und leider auch letzten Longplayer nach. Der ehemalige DEEP-PURPLE-Bassist NICK SIMPER und seine Mitstreiter, orientieren sich auch mit ihrem zweiten Album an der Musik der britischen Hardrock-Legende.
Aber nicht nur musikalisch, auch das Cover-Artwork erinnert mich hier an DEEP PURPLE. Schaut euch einfach mal die "Gallionsfiguren" des Schiffs an, mich hat das in seiner Machart an die Cover von "In Rock" und "Fireball" erinnert.

Wie auch immer, im Vergleich zum Vorgänger gab es eine Änderung, Gitarrist GED PECK wurde durch PETER PARKS ersetzt, was aber keine Verschlechterung ist, sein Gitarrensolo bei "Back in Time" beweist das sehr eindrücklich.
Ansonsten ist alles beim alten, lediglich die Songs wurden etwas strukturierter und "moderner", was allerdings nicht bedeutet, dass die schlechter wären. Ich finde nur, dass sich WARHORSE etwas mehr am damaligen Mainstream orientiert haben, sie sind einfach eine Tick "gefälliger". "Red Sea" ist nicht ganz so hemdsärmelig und rau wie sein Vorgänger, qualitativ aber auf dem selben Level. Für mich ist es immer noch ein Rätsel, warum diese band nicht viel bekannter wurde und im Vergleich zu DEEP PURPLE richtig untergegangen ist. Möglich, dass es an der Vielzahl der Veröffentlichungen lag, die zu dieser Zeit, und in diesem Genre, auf den Markt kamen. Musikalisch ist das nicht zu erklären, denn WARHORSE waren eine richtig geile Band.

Die Songs sind definitiv im klassischen Hardrock zu verorten, die psychedelischen und progressiven Einflüsse prägen den Stil der Band. Aus heutiger Sicht wird das dem einen oder anderen Hörer etwas antiquiert und altbacken erscheinen, aber vor allem die ältere Generation, die Veteranen aus dieser Zeit, werden voll auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps machen bei 7 Songs keinen großen Sinn, zumal sie sich alle auf einem gleich hohen Level bewegen. Einen schlechten Song habe ich definitiv nicht gehört, am beeindruckendsten fand ich den achtminütigen Longtrack "Back in Time", "Mouthpiece" und den Titelsong "Red Sea". Auch das Cover von SHIRLEY BASSEY`S "I (Who have nothing)" finde ich richtig gut gelungen, sowas nenne ich gut gecovert!
Auf dieser CD-Veröffentlichung gibt es zusätzlich eine Live-Version von "Ritual", sowie eine Reihe von Demo-Aufnahmen, die mir sehr gut gefallen haben und das Potential dieser Band noch einmal unterstreichen.

Mein Fazit: WARHORSE spielen zeitgemäßen progressiven und psychedelischen Hardrock der 70er-Jahre, wer darauf steht, der kommt voll auf seine Kosten. Vor allem Freunde der alten DEEP-PURPLE-Alben sollten hier mal reinhören, ich bin sicher denen wird das gefallen.
Aus meiner Sicht gibt es nicht viel auszusetzen, das Album ist zeitgemäß, sehr stimmungsvoll und atmosphärisch - mir gefällt's, weswegen ich es auch bedenkenlos empfehlen kann!
Schade, dass es danach mit WARHORSE nicht mehr weiterging, und die Band sich 1974 auflöste. (AMAZON)



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