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Blue Öyster Cult - The Revölution By Night



Release Info: 1983 - Columbia - Full Length
Band Info: USA - 1971 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Take Me Away
2. Eyes On Fire
3. Shooting Shark
4. Veins
5. Shadow Of California
6. Feel The Thunder
7. Let Go
8. Dragon Lady
9. Light Years Of Love

Die Achtziger waren keine gute Zeit für erdig- psychedelischen Hardrock, stattdessen boomten Heavy Metal und Synthiepop. Obwohl BÖC als Erfinder des Heavy Metal- Umlauts gelten, waren sie doch nie so richtige Metalheads. Und in den Achtzigern wurden sie poppiger.

Das 1981er- Album "Fire of unknown Origin" war mit glatter Produktion und dem Hit "Burnin' for you" extrem erfolgreich gewesen; der Nachfolger "Revölution by Night" sollte noch kommerzieller werden: Bruce Fairbairn übernahm von Martin Birch den Produzentensessel, die Sounds wurden noch zeitgemäß- moderner und der Mix keyboardlastiger. Drummer Albert Bouchard war durch Rick Downey ersetzt worden, Larry Fast ergänzte Synthies und Programmierung, und auch beim Songwriting holte man sich verstärkt Hilfe und Inspiration von außen.

"Take me away" mit Aldo Nova eröffnet das Album vielversprechend, aber Gregg Winters lahmes "Eyes of Fire" ist danach songwriting- und soundmäßig ein Totalausfall. Dann kommt mit dem siebenminütigen "Shooting Shark" der griffigste, aber zugleich poppigste Track: Zu einem funkigen Drumpattern und einem hypnotisch- repetitiven Sequencerrhythmus slappt Randy Jackson eine extrem groovige Basslinie, darüber schweben Space- Synthies, und Marc Baum spielt dazu ein Saxophonsolo. Was ein "Shooting Shark" sein soll, bleibt allerdings das Geheimnis von Texterin Patti Smith. "Veins" versucht den Kurs in solides Rockfahrwasser zurück zu steuern, was angesichts des mäßig inspirierten Songwriting und der käsigen Sounds nur bedingt gelingt. Joe Bouchards "Shadow of California" hat zwar ein griffiges Riff, aber nervtötend synthetische Tomtomsounds und einen doofen Refrain. "Feel the Thunder" läuft ohne Wiedererkennungswert an mir vorbei, aber "Let go" ist ein netter Uptemporocker, bei dem man Ian Hunters Handschrift deutlich heraushört. Auch "Dragon Lady" hat einige rhythmisch und melodisch starke Parts, die mich aufhorchen lassen. "Light Years" ist schließlich ein angemessen atmosphärischer Closer, so dass das Album nach mehreren Durchhängern in der Mitte zumindest versöhnlich ausklingt.

Im Ergebnis sind leider zu viele Songs mittelmäßig, und die Produktion kompensiert das nicht mit gesunder erdiger Härte. Die damals zeitgemäßen Drum- und Gitarrensounds sind zu unrockig, künstlich und drucklos, um zu überzeugen. Außer dem Opener "Take me away" und dem saustarken, aber banduntypischen "Shooting Shark" bleibt wenig Essenzielles hängen. Das sahen auch die Fans so, und das Album floppte. Von mir sind insgesamt leider nicht mehr als drei Sterne drin.(AMAZON)


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