Bewertung: 8
1. Hunab K'u "A New Age Dawns"
Epischer, bombastischer Metal mit weiblichem Gesang ist alles andere als innovativ, und viele Bands scheitern am Spagat zwischen klassischen und metallischen Elementen. Geschickterweise sichern sich EPICA auf ihrem zweiten Album erneut die Unterstützung der Wolfsburger Soundtüftler Sascha Paeth, Olaf Reitmeier und Miro, die einmal mehr ihre Klasse in Sachen Bombast, orchestrale Arrangements, Chöre und Melodien demonstrieren und einen großen Anteil am Gesamtwerk besitzen. Herausgekommen ist eine vielschichtige holländisch-deutsche Kooperation, die zwar stilistisch nicht viel Neues bietet, Freunden von Therion, Nightwish, Within Temptation oder auch Rhapsody aber gefallen dürfte. Im Gegensatz zu diesen ist man allerdings mehr klassisch als metallisch ausgerichtet, verzichtet dabei aber nicht auf extreme Gegensätze beim Gesang sowie härtere Klänge. Den Höhepunkt des Albums hat man sich für den neunminütigen Titelsong bis zum Schluss aufgehoben. Hier verarbeitet das Sextett sogar Death-Metal-Einflüsse. Wie sich eine solch komplexe Materie auf der Bühne umsetzen lässt, gilt es auf der Tour mit Kamelot, deren Vorgängeralbum passenderweise ebenfalls „Epica" hieß und deren Sänger Khan hier einen Gastauftritt gibt, zu demonstrieren. (ROCK HARD 7 / 10)


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