1. No Second Chance (In The Angel City)
Nun sind also auch die texanischen Power-Proggies HELSTAR wieder aus ihrer Gruft geklettert! Nach dem letzten, sechs Jahre alten und keineswegs überzeugenden Longplayer "Nosferatu" war eigentlich eher mit einem zweifelhaften Vergnügen zu rechnen. Denkste! James Rivera läßt vielmehr mit weitgehend neuer Mannschaft massive Erinnerungen an das geniale "Remnants Of War"-Album aufkommen. Der Titel des genialen Openers 'No Second Chance' mag somit für andere gelten - nicht für HELSTAR! Wie einst im Mai brillieren sie mit ebenso tollen wie schrägen Melodien, versetzten Rhythmen und mächtig eigenem Stallgeruch. Dabei ist ihnen der Spagat zwischen der guten alten Zeit und den Neunzigern glänzend gelungen, ohne zu Wendehälsen zu degenerieren. Ein Klasse-Heavy-Groover wie 'Good Day To Die' ist zweifellos modern, ohne sich aber an die gängigen und vermutlich nicht nur mir zum Halse heraushängenden Trends anzubiedern. Das dynamische 'When We Only Bleed', das mit einer wunderschönen, getragenen Bridge glänzende 'Save Time' und 'Black Silouette Skies' seien exemplarisch für die Untermauerung der These "it's good to have them back" herangezogen. So ganz ohne Gemoser geht's aber doch nicht: Der Versuch, 'Beyond The Realms Of Death' zu covern, mußte allein schon wegen der unnachahmlichen Atmosphäre des Priest-Originals in die Hose gehen (obwohl sich die Texaner noch recht achtbar aus der Affäre ziehen), und der Sound bewegt sich an der unteren Grenze des heute üblichen Standards. Dennoch ist "Multiples Of Black" eine in jeder Beziehung reife Leistung! (ROCK HARD 9 / 10)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen