1. Johnny
2. Rocky
3. Borderline
4. Don't Believe A Word
5. Fool's God
6. Johnny The Fox Meets Jimmy The Weed
7. Old Flame
8. Massacre
9. Sweet Marie
10. Boogie Woogie Dance
Von diesen Erfolgen beflügelt, legten sie im selben noch ihren siebten Longplayer "Johnny the Fox" hin. Dieses Album kommt meiner Meinung nach viel zu schlecht weg, es hat einfach das Pech, dass es sofort auf das Überalbum "Jailbreak" folgte.
Dabei müssen sich die Songs keinesfalls hinter denen von "Jailbreak" verstecken, Hits wie auf dem Vorgänger sind nicht drauf, aber insgesamt sind das Songs aus dem obersten Regal. Mit "Borderline" ist beispielsweise ein der schönsten Hardrock-Balladen drauf, die Nummer ist einfach grandios, ebenso wie das rockige "Don't believe a Word".
Zu diesem Zeitpunkt knisterte es schon im Gebälk von THIN LIZZY, was in erster Linie an der Unzuverlässigkeit von BRIAN ROBERTSON lag. 1977 verletzte er sich während der US-Tour an der Hand und musste aussetzen. Für ihn sprang GARY MOORE ein, den PHIL LYNOTT sehr gerne als Ersatz für den schwer Alkohol- und Drogenabhängigen ROBERTSON gesehen hätte. Drogen und Alkohol haben ihn ja später auch seinen Job bei MOTÖRHEAD gekostet, jammerschade, denn das war echt ein guter Gitarrist.
Das ist nur so einen Geschichte am Rand, dem Album selber hört man das nicht an, das ist wirklich gut geworden. Einen ganz großen Hit gibt es zwar nicht, aber dafür sehr viele hochklassige Hardrock-Nummern. Ich finde "Johnny the Fox" gerade wegen seiner Ausgeglichenheit so stark, das ist bärenstarker 70er-Jahre-Hardrock, ich habe da wirklich nichts auszusetzen.
Die oben genannten Songs könntet ihr als Anspieltipps nehmen, dazu dann vielleicht noch den gefühlvollen Rocker "Old Flame", das pumpende "Massacre" oder "Johnny". Ich persönlich würde empfehlen das Teil einzulegen, sich zurückzulehnen und die Musik einfach auf sich wirken zu lassen.
"Johnny the Fox" ist insgesamt nicht ganz so hart ausgefallen wie sein Vorgänger, PHIL LYNOTT kommt hier wieder sehr viel gefühlbetonter rüber, was ich persönlich aber auch sehr charmant finde. Musikalisch ist das einwandfrei, die konnten wirklich was, vor allem die "singenden" Twin-Guitars und LYNOTTS pumpenden Bass mag ich sehr gerne.
Mein Fazit: "Johnny the Fox" ist zwar nicht ganz so gut wie sein Vorgänger "Jailbreak", aber immer noch ein herausragendes Album, das sich den 5. Stern locker verdient hat. Die ganz großen Hits sind nicht drauf, aber mit "Borderline" definitiv eine der schönsten Balladen der 70er, wie ich finde.
Ich würde sagen, dass auch "Johnny the Fox" in jede anständige Hardrock-Sammlung gehört, für Fans von THIN LIZZY ist das Album ein Muss und wird sicherlich auch entsprechend gewürdigt. (AMAZON)
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