1. The King Of Hell
Wenn man den 1995er James-Rivera-Quasi-Alleingang „Multiples Of Black" mal unter den Tisch fallen lässt, ist „The King Of Hell" das erste „richtige" HELSTAR-Studioalbum seit 1989. Eine schwere Last, die die Band geschultert hat - und mit der sie durchaus umgehen kann. Zwar sind „Burning Star", „Remnants Of War" und „A Distant Thunder" qualitativ nun wirklich nicht mehr zu erreichen; am etwas niedrigeren Niveau der damaligen Abschiedsplatte „Nosferatu" kratzt man aber nicht nur, man erreicht es sogar. Die Stilistik auf „The King Of Hell" ist zu einhundert Prozent HELSTAR. Zwar braten vor allem die Gitarren aggressiver, und es finden sich mehr (sehr angenehme) Uptempo-Parts; es wird aber garantiert keinen einzigen mosernden Altfan geben. Und ähnlich wie auf „Nosferatu" versinken ein paar Tracks in Sachen Hooklines leider ein wenig im Niemandsland. Demgegenüber stehen allerdings von James Rivera gewohnt großartig gesungene Progressive-Power-Metal-Raketen wie der Titelsong, das bereits als „Sins Of The Past"-Bonustrack verwurstete ´Tormentor´ und das sehr thrashige, abwechslungsreiche ´Pain´. „The King Of Hell" ist zusammen mit der Forgotten-Realm-Überraschung das Power-Metal-Album des Monats - und vor allem klar besser als die beiden enttäuschenden Semi-Langweiler von Metal Church und Memory Garden. (ROCK HARD 8 / 10)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen