1. Now We Die
Der Opener ´Now We Die´ gibt die Richtung des mittlerweile achten Studioalbums der Bandkarriere vor: Eingeleitet und auch im weiteren Verlauf von Streichern unterlegt, bündelt der Track sämtliche MACHINE HEAD-Trademarks inklusive eines mächtigen Refrains und fährt neben packenden Riffs einen erstklassigen Solo-Part und auch die altbekannten Obertöne auf. Dass sich Mastermind Robb Flynn respektive die Band traut, der Nummer ein melodisch-episches Ende zu verpassen, macht endgültig deutlich, dass man die Entwicklung, die mit Alben wie „The Blackening" oder „Unto The Locust" eingeschlagen wurde, konsequent fortsetzt. Der Oakland-Vierer, bei dem am Bass Neuzugang Jared MacEachern seinen Studio-Einstand gibt, schafft mühelos den Spagat zwischen Gegenwart und dem Rückblick auf das eigene Schaffen (das zwischen Melodie und krachenden Riffs pendelnde ´Ghost Will Haunt My Bones´ beispielsweise erinnert an den Semi-Hit ´Crashing Around You´ vom „Supercharger"-Album, ´Imaginal Cells´ ist die 2014er Version von ´Real Eyes. Realize. Real Eyes´) und mischt geschickt Brutalo-Attacken mit atmosphärischen Düster-Parts sowie wirklich großen Melodien. „Bloodstone & Diamonds" ist das bisher facettenreichste und detailverliebteste MACHINE HEAD-Album, von den Sound-Hexern Colin Richardson und Andy Sneap klanglich brillant in Szene gesetzt (es sei denn, man steht ausschließlich auf Seventies-Rock), und zeigt, dass man inzwischen in einer ganz eigenen Liga spielt. MACHINE HEAD setzen seit Jahren aufs Neue Standards und sind längst Trendsetter eines selbstkreierten Genres. Ein größeres Kompliment gibt es nicht. (ROCK HARD 9 / 10)


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