Spätestens nach ihrem Versöhnungsalbum war klar, dass die einstigen Streithähne Danny Bowes und Luke Morley ihrem auf Grund gelaufenen Flaggschiff THUNDER wieder zu voller Fahrt verhelfen würden. Nun ist es so weit - und "Shooting At The Sun" übertrifft jede noch so hohe Erwartung, die man an ein derartiges Comeback überhaupt knüpfen darf. THUNDER tragen die letzten drei Dekaden britischer Hardrock-Geschichte derart passioniert, zeitgemäß und lebhaft nach außen wie kaum eine zweite Band. Dabei scheinen die Gentlemen ausgesprochen wählerisch geworden zu sein, denn kompositorische Beliebigkeit gibt es keine. Stattdessen trieft die Scheibe nur so vor brillanter Hardrock-Tradition der Sorte Free und Bad Company und lässt Platz für die feinsten und melodisch wertvollsten Arrangements des THUNDER-Backkatalogs: ´Blown Away´ (Akustik-, Slide- und Pedalsteel-Gitarren führen zum bandtypischen Riffgewitter), das harte ´Loser´, ´If I Can´t Feel Love´, der funkige Titeltrack, ´Shake The Tree´ (mit Coverdale/Page-Vibe) oder der Boogie-Knaller ´Somebody Get Me A Spin Doctor´ sind beliebig herausgegriffene Rock-Schönheiten mit Seltenheitswert, die Kennern eine Gänsehaut der Begeisterung über den Rücken jagen werden. Geschliffener als "Laughing At Judgement Day" und ganz sicher einer der wertvollsten Rock-Diamanten der letzten Jahre: Hats off to THUNDER! (ROCK HARD 9,5 / 10)
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