Kein weiteres Sideproject, sondern eine Band mit festem Line-up sind DIONYSUS um Sänger Olaf Hayer (Luca Turilli), die nun ihren „Sign Of The Truth"-Nachfolger präsentieren. U.a. geben sich Gentlemen wie Kaspar Dahlqvist (keys, ex-Malmsteen) und Sinergy-Drummer Ronny Milianowicz die Ehre, dem griechischen Gott von Wein, Weib und Gesang zu huldigen. Doch statt mit hedonistischem Säufer-Metal frei nach Tankard oder Orgien im Manowar-Stil wird hier mit eher biederer Bombast-Metal-Kost aufgewartet. Allerdings ist Durchschnitt auf diesem Sektor heute ja schon fast ehrenhaft!
„Anima Mundi" bietet typisch epischen Power Metal, bei dem durchgängig fette Keyboards und melodisch frickelnde Gitarren zur Geltung kommen. Nation-Gitarrist Johnny Öhlin weiß durch angenehme und wohl dosierte Soli zu überzeugen. Die Basslines hingegen hört man fast gar nicht, und auch die Drums dienen wohl nur der rhythmischen Akzentuierung. An Manowar allerdings erinnert das großartige ´March For Freedom´, das nach einem akustischen Intro genauso feierlich und mit heldenhaftem Pathos daherstampft wie ´Warriors Of The World United´. Absolute Hörpflicht!
Bemerkenswert ist der soziokulturelle Bezug der Lyrics: Man prangert gesellschaftliche Missstände an, statt die neuesten Abenteuer von Biene Maja oder den sieben Zwergen zu schildern. Die Highlights sind ´Bringer Of War´, ´What´ und das superkitschige, aber geile ´Forever More´. Es gibt weit schlechtere Outputs in diesem Bereich. Fans von Rhapsody oder Stratovarius können beruhigt zugreifen! (ROCK HARD 7 / 10)


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