1. United We Stand
Retrofieber im Herbst 2002! Rondinelli lassen den Black Sabbath-Spirit wieder aufleben, und Saitenflitzer Chris Impellitteri kümmert sich mit seinen Mitstreitern um die alten Rainbow. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit Bob Rock greift Chris dabei ebenso wie bei seinem bisher erfolgreichsten Album „Stand In Line" aus dem Jahre 1988 mit Sangeslegende Graham Bonnet auf eine Rainbow-Originalstimme zurück. Gemeinsam orientierten sie sich an dessen Referenzscheibe „Down To Earth", legen aber noch einige Härtegrade sowie Tempo zu und verstehen es einerseits, geschickt Elemente des traditionellen europäischen Hardrocks mit US-Metal zu vermischen und andererseits Chris´ Gitarrenspiel und Grahams Ausnahmestimme passend zu ergänzen. Herausgekommen ist ein zeitloses Album, das - ähnlich wie Accepts „Restless And Wild" - mit etwas Volksmusik beginnt, die allerdings nach genau zehn Sekunden vom Gitarreninferno des Openers ´United We Stand´ ruhig gestellt wird. Es folgen insgesamt zehn Songs, die keinerlei Langeweile aufkommen lassen und durch Grahams kraftvolle Stimme und Chris´ abwechslungsreiche und songorientierte Gitarrenarbeit (mal rifforientiert, mal verspielt, mal ruhig, mal verdammt schnell) dominiert werden. Und genau da ist der Unterschied zu anderen so genannten Guitar Heros: Hier handelt es sich um Songs und nicht um Ego-Gewichse der Sorte Malmsteen oder der zahlreichen Klonkrieger aus dem Hause Mike Varney. (ROCK HARD 8 / 10)
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