Wollte man einem Nichtkenner die Welt der Dänen MERCENARY in knapp sechs Minuten nahe bringen, wäre der „Architect Of Lies“-Song ´I Am Lies´ der perfekte, ähem, Anhörungsunterricht: Thrash Metal, Melodic-Death, Metalcore-Ausbrüche, Breaks, Keyboard-Melodien an der Grenze zum Kitsch, Old-School-Gitarren, dazu ein klar gesungener, eingängiger Refrain. Hier gibt´s in knackig gebündelter Form all das, wofür die Band, die erst seit ihrem tollen Century-Media-Debüt „11 Dreams“ (2004) richtig ernst zu nehmen ist, auch auf Album Nummer 5,5 (fünf Full-length-CDs, eine EP) steht. Im Gegensatz zum 2006er „The Hours That Remain“ präsentiert man sich dabei wieder eine Spur straighter und bodenständiger: Ein richtiges Erarbeiten der Stücke entfällt diesmal - auch wenn sich die ganze Güte der zehn „Architect Of Lies“-Songs erst nach zwei-, dreimaligem Hören richtig offenbart. Neben erwähntem ´I Am Lies´ besonders zu empfehlen: die mit formidablen Refrains gesegneten ´Bloodsong´ und ´Embrace The Nothing´, das mit aussagekräftigen Gitarrensoli angereicherte, getragene und reichlich Emo betitelte ´Isolation (The Loneliness In December)´ sowie der rausschmeißende Schmachtfetzen ´Public Failure Number One´. (ROCK HARD 8 / 10)
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