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Smith, Patti Group - Easter



Release Info: 1978 - Arista - Full Length
Band Info: USA - 1976 - Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. Till Victory
2. Space Monkey
3. Because The Night
4. Ghost Dance
5. Babelogue
6. Rock 'n' Roll Nigger
7. Privilege (Set Me Free)
8. We Three
9. 25th Floor
10. High On Rebellion
11. Easter

"'Easter' sollte Patti Smiths zugänglichstes Werk werden, ohne dabei an Qualität einzubüßen." So urteilt Walter Sehrer in der Musikzeitschrift "eclipsed" (9/2008) über deren 78er Werk "Easter". Nun, das kann man durchaus so sehen. Die Künstlerin intoniert auf dem Album kraftvollen New Wave-Rock, wobei sie von einer routinierten, teilweise kraftvoll zulangenden Band (Lenny Kaye (g; bg; voc); Ivan Kral (g; bg; voc); Jay Dee Daugherty (dr; perc.); Bruce Brody (keyb.; synth.)) unterstützt wird. Intellektuelle haben stets ihre Freude daran gehabt, die anspruchsvollen Texte von Patti Smith zu interpretieren. Ob die Songwriterin dabei ihre Musik einzig als Transportmittel für ihre Texte verstanden wissen will, sei hier dahingestellt. Jedenfalls enthält das von Jimmy Iovine produzierte Album neben den bereits angesprochenen harschen, treibenden New Wave-Rockern auch balladen-artiges Material und ein reines, eher nerviges Rezitations-Stück ("High on rebellion"). Man kann sich im Übrigen darüber streiten, ob Patti Smiths Stimme als schön zu bezeichnen ist. Einzigartig und mit einem hohen Wiedererkennunswert versehen ist sie allemal. Einschließlich Bonus Track enthält das mit einem schönen Booklet - Smith kommentiert darin jeden einzelnen Song - zwölf Nummern. Highlights sind einmal der Titelsong. Das langsame "Easter" strahlt mit seinen Glockenspiel-Tönen und den einprägsamen Smith-Vocals einen ganz eigenartigen Reiz aus. Der zweite Höhepunkt der Scheibe ist - wie könnte es anders sein - der zusammen mit Bruce Springsteen verfasste Hit "Because the night". Der zugänglichste Track der Scheibe kommt regelrecht hymnenhaft aus den Boxen. Auch die langsam beginnnende und dann an Tempo zulegende Ballade "We three" mit eindringlichen Vocals kann überzeugen. Darüber hinaus finden sich auf der Platte der ein oder andere wütende Rock-Song ("Till victory"; "Space monkey"; "Rock n roll nigger"; "Privilege (set me free)"; "25th floor"). Auf "Babelogue" mischt Patti Smith Rezitationsstellen in ihren New Wave-Rock. Das unplugged eingespielte, hypnotisch daherkommende "Ghost dance" ist leider etwas zu lang geraten. Mit dem repetitiven "Godspeed" schließlich, "a non-LP B-side, taken from the original sessions", klingt "Easter" aus. Die bereits zitierte Musikzeitschrift "eclipsed" hat das Smith-Album unter die "Rockklassiker, die Geschichte schrieben", aufgenommen. So hoch hätte ich nicht gegriffen. Ein über weite Strecken beeindruckendes Statement der charismatischen Künstlerin ist "Easter" jedoch allemal. (AMAZON)



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