Bewertung: 7,5
Auch wenn "Doomsday For The Deceiver" und "No Place For Disgrace", die beiden Klassiker der Kapelle aus Phoenix, Arizona, wohl nicht zu toppen sind, hat die ehemalige Combo von Metallica-Basser Jason Newsted mit "High" erneut echte Wertarbeit abgeliefert. Dabei machen die Power-Metaller, die mit Album Numero sechs in den Schoß ihrer alten Plattenfirma Metal Blade zurückgefunden haben, nicht den Fehler, auf Teufel komm raus den Spirit der späten Achtziger heraufzubeschwören. Vielmehr ist FLOTSAM & JETSAM wie schon 1995 mit "Drift" der schwierige Spagat zwischen der Blütezeit des Heavy Metal vor einer Dekade und den 90ern gelungen. So klingt der neue Longplayer, der wie die beiden Frühwerke des Fünfers von Produzent Bill Metoyer (u.a. Slayer, Sacred Reich, D.R.I.) ansprechend in Szene gesetzt wurde, trotz aller Reminiszenzen an längst vergangene Zeiten mitnichten verstaubt oder gar hoffnungslos antiquiert. Bester Beweis: der mit einem modernen Groove unterlegte Midtempo-Track 'High Noon', der neben dem treibenden Opener 'Final Step' und dem eingängigen, ein wenig an Metallica erinnernden 'Monster' zu den absoluten "High"-Lights der Scheibe zählt. Zudem warten FLOTSAM & JETSAM noch mit einer eigenwilligen Interpretation des Lard-Gassenhauers 'Fork-Boy' auf, bei dem Al Jourgensen und Paul Barker von Ministry sowie Jello Biafra den Jungs im Studio tatkräftig unter die Arme griffen. Kurzum: Dieser Silberling ist sein Geld wert. Oder um es im Jargon der Band zu sagen: It's Metal, so fuck off! (ROCK HARD 8 / 10)


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