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Liar - Nothing But The Truth



Release Info: 1989 - Century Media - Full Length
Band Info: Deutschland - 1988 - Thrash Metal
Bewertung: 6


Songs:

1. D.C.W.
2. Dance On Fire
3. Batman
4. Lonely Boy
5. See You Again
6. War (Is No Solution)
7. Run For Me
8. It Hurts

Der Knaller, den wir euch mehrfach angekündigt haben, ist da! Die fünf Dortmunder Lügner Bone (der Schmächtling, keyboards), Manu (das Grinsgesicht, guitar), Teffe (der Kiffer, drums), Dipzy (der Alk, bass) und Duke (der Dicke, vocals) haben ihre ureigene Mischung aus "Glam'n'Thrash" (wie es so schön im Info heißt) zum zweiten Mal auf Vinyl gebannt, nachdem sie vor ein paar Monaten eine limitierte Single als Vorgeschmack unters Volk geworfen hatten. Die beiden Tracks dieser 7-Inch-Veröffentlichung, 'It Hurts' und 'See You Again', wurden für die LP noch einmal neu eingespielt, erweitert um sechs nicht minder gelungene Kompositionen, die getrost als kleine Sensation gewertet werden dürfen. Stilistisch passen LIAR in keine Schublade, weil sie sämtliche Spielarten des Heavy-Rock in ihrer Musik vereinen. Guter alter Rock'n'Roll ('Lonely Boy', übrigens eine gelungene Coverversion des Sex Pistols-Klassikers mit einer besonderen Überraschung im Schlußteil) ist ebenso vertreten wie Thrash-lastiger Metal ('See You Again', 'D.C.W.') oder urwüchsiger Hardrock mit (Dortmunder) Streetfeeling ('Batman', 'It Hurts'). Ungewöhnlich ist darüber hinaus die Geschlossenheit, mit der die Jungs zur Sache gehen: Keyboards untermauern ganz selbstverständlich die harten Gitarrenparts, der versoffene (aber gefühlvolle) Gesang thront über Drums und Bass. Das Ergebnis ist eines der originellsten, ehrlichsten und besten Debütalben, die ich seit langem gehört habe, auch wenn sich LIAR mit ihren eigenwilligen Songs zwischen sämtliche Stühle (die in den Köpfen intoleranter Fans wohl ewig existieren werden) setzen. Vielleicht ist aber gerade das die größte Stärke der Dortmunder, die sich schon im Anfangsstadium ihrer Karriere deutlich von allen anderen Bands unterscheiden. Die druckvolle Produktion und das geniale Coverartwork (hier wächst ein neuer Sebastian Krüger heran!) unterstreichen den äußerst positiven Gesamteindruck, den 'Nothing But The Truth' auch beim Rest der Redaktion hinterlassen hat. (ROCK HARD 9 / 10)





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